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Der Arbeits-Veredeler

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Er hat Villen gebaut und Wohnhäuser, Brücken und Bahnhöfe, auch den Viadukt der Berliner Hochbahn. Doch sie ist Bruno Möhrings Meisterwerk: Die Maschinenhalle der ehemaligen Zeche Zollern II/IV. "Ein ritueller Ort", findet Thomas Parent, stellvertretender Museumsdirektor, "denn der Erhalt dieser Halle markiert auch den Beginn der Industriedenkmalpflege." Dem Architekten Möhring ist nun eine Ausstellung gewidmet, die bis Ende September in der von ihm geplanten Maschinenhalle zu sehen ist.

Anlass für die Schau ist der 100. Geburtstag des Deutschen Werkbundes, jener Architektenvereinigung, zu deren Gründungsmitgliedern Bruno Möhring gehörte. Eine "Veredelung der gewerblichen Arbeit im Zusammenwirken von Kunst, Industrie und Handwerk" hatte sich der Werkbund auf die Fahnen geschrieben - nicht weniger als eine Reform der Architektur, die bis dato Stahlträger verschämt verputzte und versteckte. In Bruno Möhrings Maschinenhalle jedoch bleibt das Stahlfachwerk sichtbar. "Das Prinzip der Material-Echtheit ist heute ein Allgemeingut und wird an Universitäten gelehrt", sagt Roland Günter, Vorsitzender des Werkbundes NRW, "Werkbund-Architekten wie Möhring waren damals Vorreiter." Tatsächlich sticht die Maschinenhalle zwischen den übrigen, historisierenden Gebäuden der Zeche Zollern hervor.

Die Ausstellung gibt in Fotografien und Texttafeln einen Überblick über das Gesamtwerk Bruno Möhrings. Dazu zählen auch Kunstverglasungen und Möbel, die Möhring für Industrielle entwarf. pin

Eröffnung am 1.9., 11 Uhr. Die Ausstellung endet am 30.9. Begleitend gibt es am 25.9., 19.30 Uhr einen Vortrag "Der Industriebau als Gesamtkunstwerk" und am 30.9., 15 Uhr eine Ausstellungs- und Architekturführung.

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