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Die Ärmel hochgekrempelt

"Die Menschen in der Region wissen, wie man Herausforderungen annimmt. Sie haben einen beispiellosen Strukturwandel durchlebt und gestaltet. Dadurch haben wir Bayern offensichtlich kein Monopol auf weiß-blauen Himmel und klare Luft mehr".

Mit diesen Worten lobte Audi-Vorstandschef Rupert Stadler die regionale Entwicklung im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK). Rupert war Mittwochabend zu Gast bei der IHK. In der Reihe "Top-Manager stehen Rede und Antwort".

Stadler unterstrich, dass auch der Ingolstädter Automobilbauer in den vergangenen Jahren einen eindrucksvollen Wandel vollzogen habe. Das Leitmotiv "Vorsprung durch Technik" sei dabei der Antrieb gewesen. "Wir stehen heute hervorragend da. Wir sind der am schnellsten wachsende Premium-Hersteller und gerade dabei, das zwölfte Rekordjahr in Folge einzufahren." Alleine in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 habe man über 741 000 Fahrzeuge ausgeliefert und damit ein Absatzplus von 8,3 Prozent erzielt. "Aber wir dürfen uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Der internationale Wettbewerb ist hart", sagte der Audi-Chef. Um die Zukunft des Konzerns zu sichern, muss er weltweit wachsen. Stadler bekannte sich aber auch klar zum Standort Deutschland: "Hier leben und arbeiten unsere hochqualifizierten, leistungsfähigen Mitarbeiter. Ihre Kompetenz macht die belastenden Standortfaktoren mehr als wett."

IHK-Hauptgeschäftsführer Reinhard Schulz ging bei seiner Begrüßung auf die Automobilbranche im Kammerbezirk ein: "Mit dem Know-how aus der Region können wir - rein theoretisch - selbst ganze Autos bauen."

So könnte man für das eigene Fabrikat "Made im Westfälischen Ruhrgebiet" die Autositze, Verschraubungen, das Motorenmanagement und das Katalysatorengehäuse aus dem Kreis Unna, Licht und Elektronik aus Hamm sowie Lenksäulenmodule, Tachometer und Warnsysteme aus Dortmund nutzen. "Und ich bin mir sicher, dass wir in unserer Region auch noch genügend Stahl für die Karosserie bekommen", ergänzte Schulz. Der Absatzweg wäre auch ein Leichtes: Im IHK-Bezirk gebe es fast 260 Autohäuser.

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