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Die Angst vor dem Pieks

Ein kleiner Pieks - und die Masern können sich warm anziehen. Klingt einfach. Ist es auch. Nur in Anspruch genommen wird dieser Pieks noch zu selten.

2307 Menschen erkrankten bundesweit im Kalenderjahr 2006 an Masern, in Dortmund waren insgesamt 35 Frauen und Männer betroffen. Viel zu viel, wie nicht nur das Gesundheitsamt meint. Eine stadtweite Impfkampagne an den weiterführenden Schulen soll ab sofort Abhilfe und lebenslangen Schutz schaffen.

Bei insgesamt 50 000 Schülern soll bis Ende Juni der Impfstatus erhoben und ggf. -Lücken geschlossen werden. Rund 22 500 Euro sponsort das Land NRW, um Fachpersonal zu stellen. Obendrauf noch den Impfstoff. Den Auftakt der Kampagne machen seit Ende 2007 die Hauptschulen.

"Die Grundschulen haben wir im Griff, dort sind 88,1 Prozent gegen Masern geimpft", berichtet Dr. Annette Düsterhaus, die Leiter des Gesundheitsamtes. Jetzt seien junge Menschen zwischen zehn und 18 Jahren an der Reihe.

Die Schulbesuche der Fachleute finden in zwei Phasen statt. Nach der Durchsicht der Impfausweise folgt eine Impfaktion. Fehlen Impfungen, erhalten die Eltern im ersten Schritt eine Empfehlung mit der Bitte, diese bei ihrer Ärztin oder ihrem Arzt nachholen zu lassen. Schritt zwei dient der Vervollständigung der Impfungen.

Richtige Impfgegner in größerer Zahl scheint es dabei nicht zu geben. "Es gibt nur wenige, die sich dagegen sträuben", sagt Annette Düsterhaus. In der Regel würden Impfungen einfach nur vergessen.

An der Hauptschule Lützowstraße startete gestern die Impfaktion. 44 Prozent der Schüler legten ihre Ausweise vor, 28 Prozent waren nicht gegen Masern-Mumps-Röteln (MMR) geschützt. Bis zum 14. Februar soll sich dies geändert haben. Es ist ja nur ein kleiner Pieks. cb

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