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Konzerthalle auf Phoenix-West wird eröffnet

Die Fantastischen Vier spielen zur Eröffnung der Warsteiner Music Hall

Hörde Die Band Die Fantastischen Vier gibt am Freitagabend (27.4.) offiziell den Startschuss für die Warsteiner Music Hall, ehemals Phoenix-Halle. Die neue Musikarena auf dem Phoenix-West-Gelände geht in eine neue Phase. Aber vorher steht ein besonderer Eröffnungsabend an.

Die Fantastischen Vier spielen zur Eröffnung der Warsteiner Music Hall

Die HipHop-Band Die Fantastischen Vier (hier Rapper Thomas D) spielt zur offizielen der Warsteiner Music Hall. Foto: dpa

Die Konstellation ist sehr selten. Die Fantastischen Vier spielen am Tag der Veröffentlichung ihres zehnten Studioalbums „Captain Fantastic“ ein Konzert zur Eröffnung der Halle, an der sie als Gesellschafter der Firma Four Artists selbst beteiligt sind.

Für die vier Stuttgarter wird es ein durchaus bemerkenswerter Moment ihrer fast 30-jährigen Bandgeschichte. Sie sehen die Halle erstmals seit dem Richtfest vor zwei Jahren wieder. Nach einer kleinen Show in Stuttgart spielen sie in Dortmund die Songs des neuen Albums zum ersten Mal vor einem größeren Publikum.

"Fantas" haben eine spezielle Verbindung zu Dortmund

Überhaupt gibt es offenbar eine spezielle Verbindung der „Fantas“ zu Dortmund. Ihre erste Booking-Agentur kam aus dem Ruhrgebiet, hier zog es die Band immer wieder hin zurück. 2010 spielten die Pioniere des deutschsprachigen Raps vier Konzerte nacheinander im damals gerade neu eröffneten FZW. 2015 traten sie vor 15.000 Zuschauern im Westfalenpark auf.

„Unique“, einzigartig, nennt Alexander Richter, Geschäftsführer von Four Artists, die Kombination aus Release-Konzert und Eröffnungsparty. 70 Pressevertreter und mehrere Kamerateams haben sich angekündigt.

Halle soll den Weg in die Tourpläne finden

Die 3600 Karten für die exklusive Clubshow waren innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Das Ziel des Eröffnungsabends formuliert Alexander Richter klar: „Wir wollen diese Halle auf die Titelseiten bekommen.“

Denn das Millionen-Projekt Phoenix-Halle geht jetzt in eine neue Phase. Die Halle soll ihren Weg in die Kalender der Tourmanager finden. Dortmund soll für Künstler dieser Größenordnung auf dem Zettel stehen. „Ich kenne das aus meinem eigenen Berufsleben bei Four Artists. Es dauert, bis man als Veranstalter eine Halle auf der Karte hat“, sagt Alexander Richter.

Funktionierende Halle braucht 50 Konzerte pro Jahr

„Ein bis zwei Jahre“ brauche es, bis eine Halle auf die Frequenz kommt, die sie braucht, um zu funktionieren. In der Größenordnung um 3500 Besucher sind das laut Richter knapp 50 Konzerte pro Jahr. Im Moment sind es noch deutlich weniger. Für den Rest des Jahres wird es bei den Einzelkonzerten bleiben. Bis Jahresende stehen noch Auftritte von Künstlern wie Joris, Sasha, Flogging Molly oder Wirtz an. Ab 2019 gehe es „richtig los“, so Richter. Er zweifelt nicht daran, dass die Warsteiner Music Hall auf die angepeilte Frequenz kommt.

Sie sei eine Alternative auf einem sich veränderten Livemusik-Markt. „Künstler müssen die sinkenden Einnahmen durch Verkäufe auffangen, indem sie mehr live auftreten, die Touren werden länger“, sagt Alexander Richter. „Gerade in dieser Größenordnung ist der Druck hoch. Ich glaube an den Ruhrgebietsmarkt.“

Gute Zeiten für Konzertveranstalter

Für Konzertveranstalter sind es insgesamt gute Zeiten, die Zuwachsraten der Branche sind dauerhaft hoch. Der Markt hat sich deutlich erweitert. Bei Konzerten wie dem von Sängerin Lina in der Music Hall ist die Hauptzielgruppe acht bis zehn Jahre alt. Gleichzeitig gibt es Events für Ü-70-Musikfans, die überdimensionierte Summen für Konzerte ihrer Altstars zahlen. „Das Volumen hat sich erhöht, aber auch die Quantität ist gestiegen“, sagt Alexander Richter.

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