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Die etwas andere Schule

Aplerbeck Ein altes, repräsentatives Gebäude, kleine Klassen und eine sehr engagierte Lehrerschaft. Zustände, von denen andere Schulen manchmal nur träumen können

Das Agricola-Berufskolleg (Schwerpunkt Agrarwirtschaft) kann all dies bieten. Versteckt in einer parkähnlichen Anlage auf dem Gelände der Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL), liegt diese von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommene Schule.

Mag es daran liegen, dass es diese staatlich genehmigte Ersatzschule erst seit gut vier Jahren gibt, oder vielleicht auch daran, dass die rund 250 Schüler alle einen besonderen Förderbedarf erfüllen müssen (Besuch einer Förderschule). So richtig angekommen ist das Berufskolleg in der Bevölkerung noch nicht. Dabei zeichnen sich erste Erfolge ab.

Festanstellung

"40 bis 50 Prozent unserer Auszubildenden haben nach ihrer Prüfung eine Festanstellung in einem Gärtnereibetrieb gefunden", sagt Schulleiter Gerd Pfeiffer nicht ohne stolz. "Man muss immer bedenken, dass wir hier mit Menschen zusammenarbeiten, die es im Leben bisher etwas schwerer hatten, die an die Hand genommen werden müssen."

Das Zauberwort bei Agricola heißt interner Lehrkraftverbund. Bedeutet: Klassenlehrer und Ausbilder arbeiten Hand in Hand, können auf Probleme der Schüler sofort einwirken und den Werdegang direkt verfolgen.

Alles in Ordnung also bei Agricola, sollte man meinen, gäbe es da nicht den Sanierungsbedarf an dem alten Haus (Gebäude 04), das vor über einhundert Jahren gebaut wurde und zuletzt "als Ausweichgebäude der Klinik genutzt wurde", erklärt Geschäftsführer Eberhard Luttner. "Als Schulträger müssen wir für die Instandhaltung des Gebäudes selber aufkommen, zahlen dafür nur eine geringe, angemessenen Miete an den LWL."

Und da nur begrenzte finanzielle Mittel vorhanden sind, haben Schulleitung und Geschäftsführung die Hoffnung, dass von Seiten der Politik oder der privaten Wirtschaft Gelder zur Verfügung gestellt werden.

Eigenregie

Vieles schafft der Verein zwar in Eigenregie. So werden gerade die Klassenräume im Erdgeschoss renoviert, eine Feuertreppe ist finanziert worden, "aber es gibt Projekte, die wir einfach nicht alleine stemmen können", erläutert Luttner.

Der Wunsch nach einer Schülercafeteria steht im Raum, das Dachgeschoss muss ausgebaut werden und auch der Einbau einer alternativen Heizanlage liegt dem Verein am Herzen. jöb

www.agricola-nrw.de

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