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EU-Hygienevorschriften bedrohen Sportvereine

DORTMUND Ab Januar geht es für die Dortmunder Sportvereine um die Wurst. Eine neue EU-Richtlinie nimmt sie in die Zange und droht, eine wichtige Einnahmequellen zu versalzen: den Bratwurstverkauf auf dem Vereinsgelände.

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EU-Hygienevorschriften bedrohen Sportvereine

<p>Im Aplerbecker Waldstadion trägt der Chef am Grill eine Schürze - wie es sich neuerdings gehört. Schütze</p>

Zur neuen Fußballsaison rufen neue Hygienemaßstäbe auf Sportplätzen das Ordnungsamt und seine Lebensmittelkontrolleure auf den Plan. Nach einer EU-Richtlinie muss es ab sofort in unmittelbarer Nähe der Grillstätte neben Papierhandtüchern, fließend warmes und kaltes Wasser geben, die Mitarbeiter brauchen ein Gesundheitszeugnis und müssen Schürzen tragen. Die Kunden dürfen nicht in die Nähe des ungeschützten Grills, um mögliche Bakterienübertragungen zu vermeiden.

Nur einige der Grundsätze, die das Ordnungsamt und seine Lebensmittelkontrolleure aus der Richtlinie übernommen haben.

Professionelle Imbissverkäufer gaben den Anstoß

Den Anstoß dazu haben professionelle Imbissverkäufer gegeben, die in Sachen Sauberkeit an strenge Vorgaben gebunden sind und sich gegenüber den Vereinsständen benachteiligt fühlen. "Wir haben einen gewissen Spielraum und werden die Vereine nicht sofort bestrafen. Immerhin halten viele Klubs sich durch solche Verkaufsstände über Wasser", betont der Leiter des Ordnungsamtes Ortwin Schäfer und setzt stattdessen auf Beratung: "Bei diesen Kontrollen werden wir erstmal nur auf Fehler hinweisen und mit den Vereinen zusammenarbeiten."

Klubs wie der SC Dorstfeld 09 haben mit den neuen Hygiene-Bestimmungen keine Probleme. "Wir verkaufen Speisen aus unserer neuen Jugendküche. Der Grill hat genug Abstand zum Kunden, Kühlschränke und fließend Wasser sind vorhanden", betont André Schütte, der Vorsitzende des Fußball-Bezirksligisten.

Kontrollen auf den Sportplätzen ab Januar

Etwas anders verhält es sich bei Vereinen, die an Heimspieltagen auf einen freistehenden Grill setzen, der jedem zugänglich ist. Die Fußball-Abteilung des SuS Oespel-Kley trägt an manchen Wochenenden im heimischen Dorney bis zu zehn Heimspiele aus. "Wir haben traditionell viele Zuschauer und diese verpflegen wir auch", sagt der Vorsitzende Heinz-Dieter Oldendorf, der in der letzten Saison selbst hin und wieder am Grill stand.

Ab Januar sollten sich die Vereine, laut Amtsleiter Schäfer, auf Kontrollen gefasst machen: "So dramatisch ist das nicht, aber vielleicht müssen manche Helfer ihre Verhaltensweisen ändern."

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