Ein Ort zum Wohlfühlen

KEMMINGHAUSEN Sein 15-jähriges Bestehen feierte der ev. Kindergarten "Märchenland" mit einem Kinderfest. Seinen Namen hat er durch die Märchensiedlung bekommen, in die hinein er gebaut wurde.

Mitten zwischen Hänsel und Gretel, Rapunzel, Sterntaler, Zwergen und Nixen ist dort ein Ort entstanden, an dem sich Kinder wohlfühlen können. 1990 wurde ein Neubau für zwei Gruppen geplant. Gleichzeitig entstand ein Provisorium, denn der Mangel an Betreuungsplätzen war groß. Im Keller des Gemeindehauses wurden die Räume neu hergerichtet, und im September 1991 wurden 25 Kinder aufgenommen. 80 Bewerbungen gab es damals.

Die Kemminghauser Gemeinde hatte sich viel vorgenommen. Ein großzügiger und ökologischer Kindergarten sollte entstehen und das Gemeindehaus technisch modernisiert werden. Eine zentrale Heizungsanlage, die den Kohlendioxid-Ausstoß um 20 Tonnen jährlich senkte, eine Solar-, eine Photovoltaik- und eine Regenwasserauffang-Anlage für 9600 Liter waren die Kernstücke des preisgekrönten Projekts. Das Herzstück aber bildete der Kindergarten, der Ende September 1992 mit einem Gemeindefest eingeweiht wurde. Mehr als 800 000 Euro kosteten der Neubau und die ökologischen Maßnahmen, zuviel für die kleine Kemminghauser Gemeinde, so dass das Pfarrhaus Liepert verkauft werden musste. Es folgte eine turbulente Zeit mit vielen Projekten und Experimenten. Die Kinder hatten ein tolles Zuhause gefunden, hörten biblische Geschichten, im Kindergarten wurde die Gemeinde für sie erfahrbar.

Vieles hat sich in Kirche und Gesellschaft seitdem verändert. Mit der Fusion der Evinger und der Kemminghauser Gemeinde und der Aufgabe des Lutherhauses wurden im letzten Jahr aus zwei Kindergärten einer mit einem schönen Anbau und viel Platz.

Mit dem Zusammenleben von Kindern verschiedener Kulturen und religiöser Prägung, den Familienzentren und der Sprachförderung, der Tagespflege und einem neuen Finanzierungssystem kommen viele Herausforderungen auf alle im Kindergarten zu.