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Ein Spiel mit Gottes Segen

Jubel im Stadion Rote Erde: Mit einem 6:1-Sieg haben die evangelischen Pfarrer gestern im Freundschafts-Fußballspiel "Pfarrer gegen Imame" den Wanderpokal "Anstoß zum Dialog" zurückerobert.

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Im vergangenen Jahr feierte das interreligiöse Fußballspiel Premiere. Damals hatte die muslimische Seite den Pfarrern mit 7:4 eine harte Niederlage beigebracht. Doch dieses Mal dominierten die Pfarrer im roten Trikot.

Dabei hatte für die Vorjahressieger alles so gut angefangen. Nur drei Minuten nach dem Anpfiff beförderten sie den Ball treffsicher ins Tor, kommentiert durch jubelnden Beifall von der Tribüne, auf der rund 100 hartgesottene und Kälte unempfindliche Zuschauer das Spiel gespannt mitverfolgten.

Die darauf folgende vielversprechende Torchance verspielten die Pfarrer, der muslimische Torwart wehrte den Ball souverän ab. Dennoch gelang der christlichen Seite in der 6. Minute der Ausgleich. Dann waren die Pfarrer nicht mehr aufzuhalten und bauten das 3:1 aus der ersten Halbzeit weiter aus - bis zum Abpfiff durch den jüdischen Schiedsrichter.

Vor dem Anstoß hatten abwechselnd jeweils ein christlicher, muslimischer und jüdischer Vertreter die "Dortmunder Selbstverpflichtung" vorgelesen. "Wir wollen einander mit Respekt begegnen", lautet der erste Satz daraus. Erstmals fanden in diesem Jahr vor dem Spiel auch Fußballturniere für Kinder aller drei Religionen statt.

Im kommenden Jahr könnte es sein, dass auch die jüdische Gemeinde auf dem Fußballfeld durch ihre Rabbiner vertreten ist. "Wir denken schon darüber nach", sagte Moscheevorstand Ogün Arpaci. bel

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