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Ein Stück vom Urlaubshimmel

Frau Hagendorffs Gespür für Farbe. Als Malerin ist die gebürtige Dortmunderin Autodidaktin. Erstmals vor sieben Jahren trat sie mit eigenen Arbeiten auf dem Dortmunder Malermarkt an die Öffentlichkeit. Damals trug er seinen Namen noch zu Recht.

Bis heute hat Nanne Hagendorff, die inzwischen an einer internationalen Kunstmesse teilnahm, mehrere Ausstellungen u.a. in Dortmund und in den Niederlanden vorweisen kann, eine erstaunliche Entwicklung genommen. Nun ist sie in der Artothek der Stadt- und Landesbibliothek präsent.

Aus den einst satten, warmen Tönen ihrer abstrakten Arbeiten, die Landschaftsdeutungen zulassen, wurden in jüngster Zeit hoch elegante, luftige, helle Töne, stark vermischt mit Weiß. Die früher eher mediterrane Anschauung wich einem Hauch nordischer Landschaft, pastellfarben, licht, leicht, und dabei äußert stabil "gebaut". So entstand ein großformatiges, fein strukturiertes Bild in rund 16-stündiger Spachtelarbeit. "Es hat für mich etwas von einer abgeplatzten Wand."

Die Künstlerin liebt und mischt Materialien wie Acryl, Gouachen, Tusche, Stifte, Papier und Schlagmetall. Jawohl, Schlagmetall. Dies verleiht durch den Oxydationsprozess, durch Grünspan halt, der Arbeit eine unglaubliche Leuchtkraft und Präsenz.

26 Bilder, 26 Mal ohne Titel. Der Name der Ausstellung "Ohne Titel" ist Programm. Alle in der Artothek gezeigten Bilder bleiben unbenannt und ermöglichen dem Betrachter eine ganz eigene, unbeeinflusste Wahrnehmung. Einzelnen Arbeiten der gelernten Fremdsprachenkorrespondentin liegen Zeitungsseiten zu Grunde, deren Artikel schwach schattiert durch die noblen Farbschichten schimmern.

Allen Bildern gemein ist eine unglaubliche Ruhe, die sie dem Betrachter schenken. bö

Bis zum 16. November, die und fr, 10-19 Uhr.

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