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Ein Stückchen Wien in Dortmund

DORTMUND Welchen Kaffee er am liebsten mag? "Aus Kaffee mache ich mir gar nicht so viel, Kuchen ist mir lieber", sagt er lachend - und natürlich die Literatur: Dr. Thomas Eicher versucht seit drei Jahren, die Wiener Kaffeehaus-Kultur nach Dortmund zu bringen.

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Ein Stückchen Wien in Dortmund

Dr. Thomas Eicher liest auf Schloss Bladenhorst.

Dazu gründete Eicher zunächst einen Verein: „Melange – Gesellschaft zur Förderung der Salon- und Kaffeehauskultur“. Bei den Veranstaltungen (überwiegend szenische Lesungen in Cafés der Region) mischen sich Kaffee-Genuss und Kultur – so wie sich in der Spezialität „Wiener Melange“ Kaffee, Milch und Kakaopulver vermengen.

Reise durch Cafes

Ein Pool aus 20 Künstlern, (u.a. die Schauspielerinnen Tirzah Haase, Sabine Paas und Kriszti Kiss oder Schriftsteller Dieter Treeck), bereisen die Cafés in Dortmund und der Hellweg-Region und lesen, erzählen oder singen, während das Publikum zuhört. „Natürlich lässt sich die Atmosphäre der Jahrhundertwende nicht wiederherstellen“, sagt Thomas Eicher. Die Literaten von heute lungern eben nicht mehr in den Cafés wie einst Peter Altenberg, der sich ins Wiener „Café Central“ sogar seine Post schicken ließ. Dafür kann man bei den Café-Lesungen heute eben etwas über Charakterköpfe wie ihn hören. Salonkultur im Kaffeehaus – eine altmodische Sache, gibt Kulturmanager Eicher gerne zu. „Institutionen wie die Volkshochschule haben für Literaturveranstaltungen abgewirtschaftet“, findet er, „die Leute wollen sich nicht in Seminar-Atmosphäre mit Literatur auseinander setzen.“ Insofern ist die altmodische Kaffeehauskultur sogar ganz innovativ.

Nächste Termine: 11. Januar, 18 Uhr: Wilhelm-Busch-Abend im Café Böhnchen (Hombruch, Gablonzstr. 4) 15. Januar, 19 Uhr: Satiren von Ephraim Kishon im Café Kavado (Kreuzviertel, Große Heimstr. 45)

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