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Einer geht und keiner kommt

APLERBECK Den Kirchen schwinden nicht nur Gemeinde- mitglieder – seit Jahren fehlt es auch an Priesternach- wuchs. Das wirkt sich im katholischen Pastoralverbund Aplerbeck aus. Nach der Pensionierung Pastor Kovermanns hat sich die Lage verschärft.

Einer geht und keiner kommt

Die St. Ewaldi-Kirche in Aplerbeck.

Von den im Jahr 2003 im Pastoralverbund tätigen fünf Priestern sind heute nur noch zwei im Amt. „Viel zu wenig“, meint Pfarrer Christian Hörhold als Leiter des Pastoralverbunds. Mit Pastor Menke ist er Seelsorger für 13.500 Katholiken. Sie bekämen zwar Unterstützung von einem Aushilfspriester und Ehrenamtlichen, aber dies sei kein Ersatz für einen Priester.

„Ein dritter Mann muss her“, so Hörhold, der sich für den Beruf entschieden hat, „um den Menschen nah zu sein.“ Doch statt zentralen Aufgaben nachkommen zu können, müsse er nun vermehrt Verwaltungs- angelegenheiten erledigen. Einen Antrag an den Erzbischof in Paderborn hat Hörhold bereits gestellt.

Um seinem Wunsch Nachdruck zu verleihen, hat er eine Liste mit 787 Unterschriften von Gemeindemitgliedern beigelegt. Denn auch sie spüren Veränderungen: Die Zahl der Gottesdienste musste bereits verringert werden, die Zeiten an die neue Situation angepasst. Auch in der Seelsorge, „einer der zentralen Aufgaben eines Priesters“, gäbe es zu wenig Kapazitäten, bedauert Höhhold.

Claudia Nieser von der Pressestelle des Erzbistums Paderborn macht den Aplerbeckern wenig Hoffnung. „Pastor Kovermann war nicht mehr gemeindeleitend tätig, das reduziert die Dringlichkeit einer Nachfolge.“ Außerdem regele der Personalschlüssel des Erzbistums die Gleichbehandlung aller Gemeinden. Ein Problem sei auch die magere Anzahl von Priesteranwärtern. Im Schuljahr 2006/07 waren es insgesamt nur 56 – viel zu wenig für das Bistum.

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