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Einträgliche Luftnummer

Während der größte Teil Dortmunds immer noch darauf wartet, dass sich die Konjunkturerholung endlich in neuen Jobs niederschlägt, hat ein Wirtschaftszweig ganz andere Probleme. Denn in der Dachdeckerbranche ist der Aufschwung längst da, auch und vor allem auf dem Arbeitsmarkt.

Zahlreiche Beschäftigte wurden bereits eingestellt. "Rein rechnerisch hat jeder Betrieb in den letzten zwölf Monaten einen Mitarbeiter neu eingestellt", sagt Hermann Schulte-Hiltrop, Hauptgeschäftführer der Bauverbände Westfalen in Dortmund. Doch der Hunger des boomenden Sektors nach Arbeitskräften ist noch nicht gestillt. Abgekoppelt von der immer noch wackligen Wirtschaftslage im Baugewerbe (wir berichteten) ist die Dachdeckerbranche, die an vorhandenen Bauwerken hantiert und saniert, zur Jobmaschine mutiert.

Fast jedes Unternehmen suche derzeit Mitarbeiter. "2006 verzeichneten unsere Mitgliedsfirmen ein Personalwachstum von 30 Prozent", weiß Schulte-Hiltrop zu berichten. Nicht nur Sturm "Kyrill" bescherte den Betrieben jede Menge zusätzlicher Aufträge. Auch Dortmunds Dächer sind in die Jahre gekommen. Viele stammen noch aus den 60er und 70er Jahren - und können nicht mehr länger nur geflickt werden. Aber auch in Zeiten, in denen die Energiepreise immer weiter steigen und Energiesparen auch aus Umweltschutzgründen immer wichtiger wird, sind Dachdecker gefragt. Als Fachleute wissen sie Bescheid über Wärmedämmung, bauphysikalische Anforderungen, moderne Energiesparmaßnahmen wie beispielsweise Photovoltaik.

"Dachdecker ist ohne Zweifel ein Beruf mit Zukunft", so Schulte-Hiltrop. Denn ohne Dach laufe es nun mal nicht. ar

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