Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Fliegen ohne schlechtes Gewissen

Fliegen mit reinem Umweltgewissen: Die Fluggesellschaften KLM und British Airways haben es vorgemacht. Nun will sich auch easyJet als "grüne" Airline profilieren. Seit Anfang August können Passagiere des Fliegers ohne Schnickschnack auch in Dortmund eine freiwillige Klimaschutzabgabe zahlen - und das offenbar mit wachsendem Interesse.

"Ja es stimmt, die Abgabe kommt bei Flugreisenden gut an", bestätigte Sprecher Oliver Aust. "Für Deutschland haben wir innerhalb weniger Tage schon über 10 000 Gäste gezählt, die freiwillig für den Klimaschutz spendeten."

Wie viele Dortmunder darunter sind, konnte Aust (noch) nicht sagen. In zwei, drei Monaten wolle man das aber nachholen.

CO2-Rechner

Die Passagiere werden bereits bei ihrer Buchung im Internet durch einen CO2-Rechner über ihre individuellen Emissionen informiert. Falls gewünscht, wird die errechnete Summe zum Flugpreis addiert und dann zusammen mit der Buchung bezahlt.Das Geld fließt in Umweltprojekte, die von den Vereinten Nationen anerkannt und unterstützt werden.

Der von easyJet bei der Internet-Buchung unmittelbar errechnete Zuschlag fällt im Vergleich zu KLM und British Airways deutlich geringer aus. Im Durchschnitt liegt er bei 4,50 Euro.

Image aufpoliert

Bei der deutschen Klimaschutzorganisation Atmosfair ist der Betrag im Schnitt etwa dreimal so hoch, da die Organisation nach eigenen Angaben alle schädlichen Abgase von Flugzeugen einbezieht und so zu einer stärkeren Belastung für das Klima kommt.

Mit der Initiative poliert easyJet weiter sein Image als umweltfreundliche Fluglinie auf. Schon länger wirbt die Airline damit, wegen der guten Auslastung seiner Flugzeuge und der modernen Flotte einen um 27 Prozent geringeren Schadstoffausstoß pro Sitzplatz als herkömmliche Fluggesellschaften zu haben.

Gleichwohl weiß auch Vorstandschef Andy Harrison, "dass der Ausgleich von CO2-Emissionen kein Ersatz für umweltverträgliches Fliegen ist". Aber es sei "ein wichtiger Schritt hin zu einer noch geringeren Umweltbelastung." ar

Anzeige
Anzeige