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Fliegender Quickstep, knisternde Rumba

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"Wenn es passt beim Quickstepp, dann ist es wie fliegen", schwärmt Kaia Linkberg aus Tartu. Die 34-jährige Anglistin steht am Samstag kurz vor der dritten Ausscheidungsrunde der Standardtänze. Hinter ihr üben zwei Paare mit strengen, glänzenden Frisuren und stolzen Schwüngen für die nächste Tango-Runde. "Tango ist eher katzenartig", findet Rubina Kazi neben ihr.

Kazi ist Ansprechpartnerin für die 370 Studenten aus Deutschland, Holland, Schweiz, Frankreich und Estland, die in die Uni-Mensa gekommen sind, um beim 38. Europäischen Studenten- Tanzturnier "zwei Tage lang zu tanzen und zu feiern."

"Von Anfängern bis zu hochtrainierten Tänzern ist hier alles dabei", fasst Christian Schulz-Beiss zusammen, der sich selbst "irgendwo in der Mitte" sieht. Die Rumba ist sein Lieblingstanz: "Da muss man schon geschmeidig sein. Aber dann kann es wunderbar knistern", lächelt der 26-Jährige.

Partnerin Hannah Busch steht auf Samba: "Das ist funkiger, lockerer." Zusammengeführt hat die beiden, wie viele hier, das "Blind-Date"-Programm: Am Vorabend konnten alle einzeln Angereisten beim Probetanz den richtigen Partner finden.

Bei den "Masters", der höchsten Klasse, ist die Partnerwahl durch das Los vorgeschrieben. "Damit niemand benachteiligt wird", erläutert Martin Roos (26) aus Kiel. Es gehe ja um den Spaß beim Tanzen, so Roos. Beweis: Der Stofftier-Wanderpokal namens "Der Tanzmaus".

Dennoch: Die Wertungsrichter nehmen ihren Job ernst. "Es gibt ja im Takt sein und im Takt sein", lächelt Roos, und dazu komme der Rhythmus: "Nuancen langsamer oder schneller tanzen, um die Musik zu interpretieren", das sei die Kunst. Schlimmster Fehler: "Keinen Spaß haben." tag

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