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Freude und Sorgen um B1-Tunnel

DORTMUND Freude – aber ein bisschen Skepsis angesichts ungeklärter Streitfragen. Das ist die allgemeine Reaktion auf den am Montag verkündeten Planfeststellungsbeschluss für den B1-Tunnel.

Freude und Sorgen um B1-Tunnel

Wenn der B1-Tunnel gebaut wird, dann bitte gleich mit Abgasfiltern - fordern Poliitk und Umweltverbände.

„Wir freuen uns“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer nach der gestrigen Sitzung des Verwaltungsvorstands. Doch ihm war auch klar, dass der Planfeststellungsbeschluss mit dem weiter offenen Streit um die Tunnelausfahrt Semerteichstraße und die geforderten, aber noch nicht vorgsehenen Abluftfilter für den Tunnel noch ein bis zwei Haken hat. Deshalb drohen nun Klagen (wir berichteten). Er hoffe, dass die rechtlichen Fragen schnell geklärt werden können, erklärte der OB. „Wir haben großes Interesse, dass sehr schnell auch gebaut wird.“

Dabei ist sich Langemeyer einig mit IHK-Präsident Udo Dolezych, der sich hocherfreut über den Planfeststellungsbeschluss zeigte. Damit könne eine Jahrzehnte alte IHK-Forderung jetzt endlich realisiert werden. Auch Dolezych hofft, dass es nicht mehr zu unnötigen Verzögerungen kommt. Der geplante Baustart 2009 dürfe nicht gefährdet werden. Die gesamte Wirtschaft, insbesondere aber die Logistik-Branche brauche diese Ost-West-Verbindung.

"Nicht machbar"

Den Baubeginn „in greifbarer Nähe“ sieht auch der CDU-Ratsfraktionschef Frank Hengstenberg. Allerdings sieht hält er nicht zuletzt als Vorsitzender des Umweltausschusses einen Verzicht auf die von Anwohnern und dem Rat geforderten Filteranlagen zur Reinigung der Abgase ebenfalls für „nicht machbar“. Dies sei umweltpolitisch nicht akzeptabel und würde außerdem erheblich mehr Geld kosten, wenn die Filter an den Tunnelportalen doch noch eingebaut werden müssten. Insofern unterstütze die CDU-Fraktion die Äußerungen des Arnsberger Regierungspräsidenten Helmut Diegel und von Stadtdirektor Ullrich Sierau, die ebenfalls gefordert hatten, die Lüftungsbauwerke gleichzeitig mit dem Tunnel zu bauen.

„Das ist genau das, was wir nicht wollen“, reagierte auch der Sprecher des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) Thomas Quittek auf die Tatsache, dass laut Planfeststellung ein Filtereinbau nur nachträglich nach Messungen im Tunnel vorgesehen sind. Die Simulationsberechnungen zeigten, dass schon jetzt an der oberirdischen B1 hohe Schadstoffwerte vorhanden seien. Deshalb brauche man keine Messungen abzuwarten.

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