Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Fritz-Hüser-Institut hat neue Adresse

DORTMUND Wer sich für Arbeiterliteratur interessiert, kommt am Fritz-Hüser-Institut nicht vorbei. Nun hat die einzige deutsche Einrichtung, die sich der Literatur und Kultur der Arbeitswelt widmet, eine neue Adresse.

Fritz-Hüser-Institut hat neue Adresse

Das Fritz-Hüser-Institut hat seinen neuen Sitz im Bibliotheksgebäude des Westfälischen Industriemuseums auf Zeche Zollern.

Auf dem Gelände des Westfälischen Industriemuseums Zeche Zollern logieren sie nun: 40.000 Buch- und Zeitschriftenbände, 65 Autorennachlässe, Zeitungsausschnitte und audio-visuelle Medien zu Arbeitern und ihrer Literatur, aber auch ihrer Musik, ihrem Sportleben, zur Vagabundenbewegung und sogar zum Esperanto, das als Weltsprache einmal die Arbeiter aller Länder vereinigen sollte. Auch der Nachlass des Dortmunder Schriftstellers Max von der Grün gehört dazu.

Rund 400 qm stehen in einem Neubau zur Verfügung: Die Stadt hat sich an den Kosten eines Bibliotheksgebäudes beteiligt, den das Industriemuseums dort plante, und darf dort nun 14 Jahre lang mietfrei logieren. „Wir haben zwar weniger Quadratmeter als früher am Ostwall, können sie jedoch dank moderner Rollregale viel besser nutzen“, sagt Institutsleiterin Hanneliese Palm.Nachdem an der Uni Dortmund, die das Institut eigentlich beherbergen sollte, kein geeigneter Raum gefunden wurde, sind alle Beteiligten glücklich, in Bövinghausen auch thematisch eine perfekte Anbindung gefunden zu haben. „Für uns entsteht hier ein Kompetenzzentrum in Sachen Arbeit“, sagt Dirk Zache, Direktor des Westfälischen Industriemuseums: „In der Literatur wird die Arbeitswelt beschrieben und reflektiert, in unseren Ausstellungen werden die Verhältnisse dokumentiert.“

Zusammenarbeiten wollen Institut und Industriemuseum auch mit Blick auf die Kulturhauptstadt 2010: Ein Literaturprojekt ist in Planung, das die Wahrnehmung und Verarbeitung von Literatur im Ruhrgebiet und über das Ruhrgebiet zeigen will. 

Anzeige
Anzeige