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"Ganz viele Kinder haben geweint"

DORTMUND Gespenstische Stille herrschte um 12.35 Uhr an der Unfallstelle. 21 blasse Jungen und Mädchen sitzen ruhig nebeneinander auf dem Boden - neben ihren bunte Tornister, um den Hals ein Schild mit Vermerken der Notärzte.

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Aus diesem Wrack befreiten Feuerwehrleute den Cabriofahrer.

Nach dem Zusammenstoß kam der Bus in einem Feld zum Stehen.

"Die Kinder hatten großes Glück, keines ist ernsthaft verletzt worden", sagt ein Feuerwehrmann. Zehn Minuten zuvor war ihr Bus auf der Dorstfelder Allee auf dem Weg Richtung Huckarde mit einem entgegenkommenden Mercedes-Cario zusammengekracht. "Auf einmal hat der ganze Bus gewackelt", berichtet der kleine Justin (8), als er an der Seite seiner überglücklichen Mutter sitzt. "Ganz viele Kinder haben geweint und wollten zu ihrer Mama."

Schockierende Bilder für Kinder

Der Bus hatte nach dem Aufprall sechs Pfeiler eines Stacheldraht-Zaunes umgemäht und war auf einem Feld zum Stehen gekommen. Als die Schüler nach und nach das Fahrzeug verlassen hatten, boten sich ihnen schockierende Bilder: Polizeiwagen, Rettungs- und Feuerwehrwagen rasen mit Blaulicht und Martinshorn zur Unfallstelle. Hinter dem Bus befreien die Helfer den lebensgefährlich verletzten Autofahrer (24) auf dem Wrack seines Mercedes. "Auf einmal ist ein Hubschrauber gelandet, das war ganz schön aufregend", erinnert sich Justin.

Nachdem mehrere Notärzte alle Jungen und Mädchen untersucht haben, organisiert die Feuerwehr den Rücktransport zur Johannes-Wulff-Förderschule an der Kreuzstraße. Konrektorin Heike Raffalski (46): "Das Schulverwaltungsamt hat uns gegen 12.45 Uhr informiert, die Lehrer waren sehr geschockt." Mitarbeiter des Arbeitersamariterbundes nehmen die Kinder in Empfang, betreuen sie - zusammen mit den Lehrern. "In dieser Situation ist es wichtig, dass vertraute Personen da sind", sagt Raffalski. Nach und nach treffen die Mütter und Väter ein, viele sind trotz des glimpflichen Ausgangs aufgeregt. "Natürlich hat man mir gleich am Telefon gesagt, dass nichts passiert ist, aber ein ungutes Gefühl blieb, bis ich meinen Sohn drücken konnte", sagt eine Mutter. 

Rat an Eltern

Glücklicherweise führt das Erlebnis eines schweren Verkehrsunfalls bei Kindern nur selten zu einem schweren Psycho-Trauma. Notarzt Dr. Hans Lemke rät Eltern, mit betroffenen Kindern über das Erlebte ausführlich zu sprechen. Bei Auffälligkeiten - u.a. wiederkehrende Albträume - sollte man einen Kinderarzt aufsuchen.

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Aus diesem Wrack befreiten Feuerwehrleute den Cabriofahrer.

Nach dem Zusammenstoß kam der Bus in einem Feld zum Stehen.

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