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Gefahr glatt geschliffen

APLERBECK Auf den neugebauten Stufen an der Baustelle Marsbruchplatz in Aplerbeck wird gebohrt und gehämmert. Weiße Kreise werden in die Treppenstufen eingelassen - Kontrastpunkte, die sehbehinderten Menschen sagen: Vorsicht, Stufe.

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Der Marsbruchplatz in Aplerbeck ist ein weitere Brennpunkt.

Die Arbeiten am Marsbruchplatz zur Schaffung eines behinderten- gerechten Umfeldes laufen auf Hochtouren.

"Wenn ich Kontraste wie diese weißen Punkte ausmachen kann, dann weiß ich, da kommt noch was", sagt Ernst Klug. Er ist einer der vielen Menschen, die unter einer altersbedingten Sehbehinderung leiden. Sein Sehfeld ist durch große graue Flecken getrübt. Ohne Kontrastpunkte ist es für ihn schwer, eine Stufe von der nächsten zu unterscheiden. Die Maßnahmen an den Treppenstufen des Marsbruchplatzes ist eine der vielen Änderungen des Tiefbauamtes zur Schaffung eines behindertengerechteren Stadtbildes. Der Anstoß zur Änderung kam durch den Beschwerdebrief eines Betroffenen an die Behindertenbeauftragte Christine Vollmer. Ein paar Anrufe später war das Tiefbauamt informiert und reagierte prompt. Innerhalb einer Woche wurden wichtige Änderungen für den Umbau des Marsbruchplatzes beschlossen.

Schnelle Arbeit

"Eine außerordentlich schnelle Zusammenarbeit", freut sich Burkhard Söffge, Schreiber des Beschwerdebriefes. Seitdem werden auf dem Marsbruchplatz Bordsteine für Rollstuhlfahrer abgeschliffen und Kontrastpunkte an Treppenstufen gesetzt.

Mit dem Tiefbauamt und dem behindertenpolitischen Netzwerk Dortmunds will Christine Vollmer nun die allgemeinen Standards für Sehbehinderte verbessern und etablieren. Die neuen Richtlinien sollen dann schon im Planungsstadium einer Baumaßnahme berücksichtigt werden. "Die Informationspolitik muss stimmen", sagt sie. Heinz Walthoff vom Tiefbauamt verspricht sich durch die Zusammenarbeit auch Kosteneinsparungen: "Wenn wir direkt reagieren, können wir schlechte Übergangslösungen und Nachbesserungskosten vermeiden."

Ideen und Bedarf zur Verbesserung gibt es genug. "Zum Beispiel Lautsprecheransagen zu Busnummern", schmunzelt Ernst Klug.

 

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Der Marsbruchplatz in Aplerbeck ist ein weitere Brennpunkt.

Die Arbeiten am Marsbruchplatz zur Schaffung eines behinderten- gerechten Umfeldes laufen auf Hochtouren.

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