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Hündin Hanni geht es wieder gut

Hanni fühlt sich pudelwohl und lebt jetzt richtig auf

Dortmund Bodo-Verkäufer Egon und seine Hündin Hanni mussten getrennte Wege gehen. Hanni geht es gut. Sie hat jetzt richtig viel Bewegung – und vierbeinige Gesellschaft.

Hanni fühlt sich pudelwohl und lebt jetzt richtig auf

Ein Bild aus früheren Tagen: Der obdachlose Bodo-Verkäufer Egon Dittmann mit Hündin Hanni. Weil ihr Herrchen gegen Tierschutz-Auflagen verstieß, wurde Hanni beschlagnahmt und kam in eine Pflegestelle. Foto: Gaby Kolle

Hündin Hanni fühlt sich derzeit pudelwohl. Hanni, die sieben Jahre alte Mischlingshündin des obdachlosen Bodo-Verkäufers Egon Dittmann (58), lebt seit dem 23. Februar bei einer Pensionärin in Aplerbeck in einem großen Haus mit einem 2000 Quadratmeter großen Garten.

Wie berichtet, hatte das Veterinäramt Hanni am 20. Februar beschlagnahmt, weil Dittmann gegen Tierschutzvorschriften verstoßen und die Hündin bei Kälte und Nässe stundenlang draußen vor dem Rewe-Markt im Rodenberg-Center in Aplerbeck angebunden hatte. Trotz mehrerer Verwarnungen hatte Dittmann die vom Veterinäramt verhängten Auflagen wie regelmäßiges Gassigehen und die Bereitstellung eine Hundeschutzhütte nicht erfüllt.

Aplerbeck Es schien ein glückliches Ende, als Bodo-Verkäufer Egon seine entführte Hündin Hanni nach zwei Tagen zurückbekam. Doch das sehen nicht alle so. Die einen freuen sich mit Egon, die anderen wandten sich an das Veterinäramt. Tierschützer sind überzeugt, dass Egon seine Hanni nicht gut genug behandelt.mehr...

Die Frau, bei der Hanni jetzt mit Einverständnis von Egon Dittmann lebt, hatte sich beim Veterinäramt gemeldet mit dem Vorschlag, die Hündin bei sich aufzunehmen. Um sicherzustellen, dass die Auflagen zur Tierhaltung jetzt eingehalten werden, habe das Veterinäramt die Haltungsbedingungen in der Pflegestelle im Vorfeld überprüft, teilt Stadtsprecherin Heike Thelen auf Anfrage mit.

Drei große Gassi-Runden am Tag

Hanni hat ihr Herrchen seit ihrem Umzug aus dem Tierheim in die Pflegestelle nicht mehr zu Gesicht bekommen, obwohl das möglich gewesen wäre. Nach Informationen dieser Zeitung leidet sie nicht darunter, ist vielmehr seitdem richtig aufgelebt. Sie geht mit ihrer Betreuerin drei große Gassi-Runden am Tag und hat auch schon abgenommen. Mit ihr in dem Haushalt lebt noch ein älterer Hund, mit dem Hanni bestens klarkommt. Ihren eigens aufgestellten Hundekorb nutzt sie nicht, sondern macht sich lieber auf dem Teppich breit.

Ob Dittmann Hanni zurückhaben will, ist nicht bekannt. Nach dem Wunsch ihrer Betreuerin soll sie für immer in der Pflegestelle bleiben.

Tierschützer hatten Protokoll geführt, wie lange Hanni allein vor dem Rewe-Markt angebunden war.

Danach war sie vom 15. Januar bis 17. Februar bei Wind und Wetter, bei Frost, Regen und Schnee zwischen achteinhalb und 13 Stunden draußen angeleint. Das Dosenfutter und das Wasser in Hannis Napf waren teilweise gefroren.

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