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Hoesch Spundwand: Arbeit für 25 Jahre?

DORTMUND So schnell kann es gehen. Im November 2005 funkte Hoesch Spundwand (HSP) noch SOS. Gestiegene Materialpreise hatten die Kostenstruktur der Salzgitter-Tochter aus dem Ruder laufen lassen. Von Verkauf war die Rede. Auch eine Werkschließung sei möglich, hieß es.

Hoesch Spundwand: Arbeit für 25 Jahre?

Ein Angestellter bei HSP (Hoesch Spundwand und Profil)

Doch das einstige Sorgenkind der heimischen Industrie hat sich berappelt. Das Problem des teuren Vormaterials ist mittlerweile gelöst (wir berichteten). Salzgitter hat HSP wieder ins Herz geschlossen. Grund ist der weltweite Klimawandel. Er sorgt bei HSP für prall gefüllte Auftragsbücher. Spundwände sind gefragt. Die wasserundurchlässigen Profile sichern beispielsweise Schleusen, Kanäle, und Hafenbecken.

Aber auch als Hochwasserschutz haben sich die Bauelemente aus Stahl bewährt. Schon längst ist HSP an seine Produktionskapazität gestoßen. Der Auftragsvorlauf beträgt inzwischen ein halbes Jahr. Zum Vergleich: In schlechten Zeiten waren es nur vier bis sechs Wochen.

125 Mio. Euro für den Werksausbau 

Um die steigende Nachfrage nach Spundwänden zu befriedigen, will Salzgitter nun kräftig investieren. 125 Mio. Euro sollen in den Ausbau der Walzstraßen gesteckt werden. Damit die Produktion sich verdoppelt. Noch will niemand offiziell etwas sagen, keine falschen Hoffnungen wecken. Weder bei Salzgitter, noch bei HSP.

Man befinde sich noch in der Prüfungsphase. Erst zum Jahresende soll Klartext gesprochen werden. Sollte sich die Investitionssumme bewahrheiten, wären die Arbeitsplätze der 430 HSP-Mitarbeiter langfristig gesichert. Branchenkenner prophezeien dem Werk für diesen Fall bereits „Arbeit für die nächsten 25 Jahre“.

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