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Hoffnung für 7000 Menschen

DORTMUND Die Existenz des Dortmunder Demenz-Servicezentrums ist bis Februar 2008 gesichert. Die Kooperationspartner unterzeichneten die Vereinbarung über eine weitere Zusammenarbeit. Ob auch 2009 Fördergelder fließen, ist indes nicht sicher.

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"Wenn es nach uns geht, würden wir das Projekt 2009 gerne weiterführen", so Stadtrat Siegfried Pogadl. Gemensam mit dem Ärztlichen Direktor der LWL Klinik Dortmund, Prof. Ulrich Sprick, setzte er seine Unterschrift auf das Kooperationspapier. "Es liegt an den Partnern, wie zum Beispiel den Pflegekassen, ob sie ihre Beiträge weiter zahlen wollen." Zumindest bis Februar 2008 haben die rund 7.000 Demenzkranken in Dortmund Hoffnung: So lange ist der neue Vertrag datiert.

Seit 3 Jahren läuft das Demenzprojekt, das im Rahmen der Landesinitiative "Demenz NRW" gefördert wird. Das Dortmunder Zentrum, angesiedelt beim Sozialamt der Stadt, ist für die Gebiete der Landkreise Unna, Ennepe-Ruhr, Märkischer Kreis, Recklinghausen und Hagen zuständig. Gefördert wird das Projekt mit je 50.000 Euro vom Land NRW und den Pflegekassen. die Stadt Dortmund schießt nochmal 20.000 Euro hinzu.

Neben Beratungs- und Hilfeangeboten für Demenzkranke sieht Projektleiter Reinhard Pohlmann einen zweiten Schwerpunkt des Zentrums: "80 Prozent der Demenzkranken werden von ihren Angehörigen gepflegt. Eine solche Pflege ist eine immense Belastung, weshalb wir auch hier unsere Unterstützung anbieten wollen."

Zudem sei Demenz immer noch ein Tabu-Thema: "Wer gibt schon gerne zu, dass ein Verwandter durch den Wind ist." Auch hier könne das Zentrum entgegenwirken - zum Beispiel mit dem 1. Aktionstag "Demenz" im Stadtbezirk. Am 15. September (Samstag) finden von 11 bis 17 Uhr im Eugen Krautscheid-Haus, Lange Straße 42, Veranstaltungen rund um die Krankheit, ihre Behandlung und die Pflege statt. Sowohl Betroffene als auch deren Angehörige erhalten dort de Möglichkeit zum Gedankenaustausch.

 

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