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Horst Köhler zieht Kartoffeln und Kohlrabi

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5 vor 5 in Dortmund. Jeden Mittwoch porträtieren wir an dieser Stelle Menschen unserer Stadt.

"Da kommt der Präsident" frotzeln schon mal freundschaftlich Gartenfreunde und Vorstandskollegen aus dem Gartenverein Löttringhausen. Dabei ist Horst Köhler Schriftführer. Seit 1991. Und Mitbegründer im Jahr 1976.

Doch der 68-jährige, ehemalige Betriebsstellenleiter bei Hoesch ("auf dem Feuerfest-Sektor") kennt sich aus im Leben seines bekannten, vier Jahre jüngeren Namensvetters, hat in der Biographie des Bundespräsidenten gelesen. "Wenn mal Fragen kommen sollten . . .", sagt er. Er habe es sich - auch schon im Berufsleben - zur Gewohnheit gemacht, so Köhler, "Fragen zu beantworten, die noch nicht gestellt worden sind".

Ehe der Vater von zwei Söhnen und Großvater von drei Enkeltöchtern antworten kann, frag' ich, was er so um fünf vor Fünf macht. "Heute bin ich im Garten", sagt Horst Köhler, "zum Skat in der Laube". Mehr der gesellige Teil. Ansonsten ist die Pflege von Bohnen, Kohlrabi und Kartoffeln ("macht die wenigste Arbeit") seine Aufgabe, während sich Ehefrau Agnes um die Blumen kümmert.

Der Frührentner ist Kleingärtner mit Herzblut, war über zwölf Jahre im Festausschuss und auch im Bauausschuss. Wird er im März 2008 erneut kandidieren? Er weiß es noch nicht. Eigentlich wollte Horst Köhler schon 2004 aufhören, doch das war genau zu der Zeit, als sein Namensvetter zum Bundespräsidenten gewählt werden sollte. Seine Vorstandskollegen überraschten ihn mit einer Montage der damaligen Bild-Schlagzeile. Wilhelm Kallerhoff, Vorsitzender vom Stadtverband Dortmunder Gartenvereine, war auch da. Bei so viel Ehre konnte Köhler nicht nein sagen.

Sollte Köhler, der Bundespräsident, noch einmal kandidieren? Köhler, der Kleingärtner: "Von mir aus ja." Gaby Kolle

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