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Hotel und Wihoga werden platt gemacht

DORTMUND In Dortmund wird gerade ein Stückchen Stadtgeschichte zu Grabe getragen, da melden sich erneut die Kritiker: "Schreiben Sie mal, dass der Abriss von Wihoga und Rombergpark-Hotel viel teurer wird. Auch der Betriebshof soll ja dem Erdboden gleich gemacht werden." Der Informant sprach von 3,8 Millionen Euro. Und nicht von 1,5 Mio., so wie die Stadt.

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Hotel und Wihoga werden platt gemacht

Aus der Vogelperspektive ist das Gesamtgelände gut zu überblicken, das dem Erdboden gleich gemacht werden soll: Vorne Hotel und Ex-Wihoga, rechts der alte Betriebshof.

Im Rathaus aber bleibt man dabei: Das alte Gebäude der Wirtschaftsschulen für Hotellerie und Gaststätten sowie das frühere Hotel Rombergpark würden für etwa 1,5 Millionen abgerissen, um das Gelände baureif für einen noch nicht existierenden Investor zu machen. Der Betriebshof sei erst in einem zweiten Bauabschnitt dran, Kosten hierfür stünden genauso wenig fest wie ein Starttermin, so Uwe Nettlenbusch von der Städtischen Immobilienwirtschaft.

Im Innern des Wihoga-/Hotelkomplexes, erbaut zwischen 1959 und 1961, wird schon schwer Hand angelegt. Hier gilt es vor dem Abriss problematische Baustoffe, wie Asbest und PCB, zu eliminieren. Der Rückbau von insgesamt 32 200 Kubikmetern umbauter Raum soll ab Februar erfolgen. Bis April könnte die Oberfläche dann eingeebnet sein.

Unterdessen haben die privaten Mieter auf dem Gelände des früheren Betriebshofs die Kündigung erhalten. Ein gutes halbes Dutzend muss bis 31. März ihre kleinen Werkstätten in den Gebäuden des alten Gutes Brünninghausen räumen. Auch die Malerwerkstatt des Betriebshandwerklichen Dienstes der Stadt ist hiervon betroffen. Wohin sie zieht, ist laut Nettlenbusch noch unklar. Das Gelände des alten Betriebshofes soll ebenfalls in einen "vermarktungsfähigen Zustand" gebracht werden.

Kein leichtes Unterfangen, denn die Probleme auf dem vier Hektar großen Grundstück hier am nördlichen Ende des Botanischen Gartens Rombergpark liegen vor allem unter der Erde: So ruht das noch prägende Park-Ensemble aus Wihoga und Hotel auf Bohr-Pfählen, die bis zu 20, 30 Meter tief ins Erdreich getrieben wurden. Unter großen Teilen des alten Guts Brünninghausen trifft man auf historische Katakomben, in denen das Wasser bis zu 1,50 Meter hoch steht. Auch müssen Hohlräume verfüllt werden, die der einst hier praktizierte oberflächennahe Bergbau schuf.

Wie mehrfach berichtet, bemüht sich die Wirtschaftsförderung der Stadt seit langem um die Neuansiedlung von Betrieben aus der Gesundheitsbranche.

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