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Hundehalter stach zu - und sagte kein Wort

Am Fredenbaum ist ein Streit um eine Beißerei zwischen zwei Hunden eskaliert: Ein 56-Jähriger rammte Mischling "Buju" ein Messer in den Hals.

Tierärzte retteten dem sechsjährigen Rüden in einer Notoperation das Leben - unter seinem Fell musste die Wunde mit 15 Stichen genäht werden. Die Polizei ermittelt wegen einer "Straftat nach dem Tierschutzgesetz", bestätigte ein Sprecher. Erika Scheffer, Vorsitzende des Tierschutzvereins, kann angesichts dieser Tat nur den Kopf schütteln: "'Wildwest in Oberbayern' können wir hier nicht dulden", sagte sie, "ein Schlag mit der Leine oder Pfefferspray hätte im Notfall auch gereicht."

Halter Torsten Fahlbusch (30) ging am vorletzten Freitag gegen 18.30 Uhr mit einem Freund und "Buju" im Fredenbaumpark spazieren, als sein Hund zu einem kleinen Artgenossen lief. "Plötzlich gab es eine Beißerei", erinnert sich Fahlbusch, "ich sagte noch zu dem anderen Halter, er möge ganz ruhig bleiben." Von der Messer-Attacke bekam der 30-Jährige zunächst nichts mit. "Der Mann schimpfte und ich gab ihm auf sein Verlangen hin meine Adresse für die Versicherung - obwohl ich gar keinen Schaden erkennen konnte."

Kein Wort habe der Tierhalter über seinen Angriff verloren, erst 15 Minuten nach der Tat fiel Fahlbusch das Blut im Fell von "Buju" auf. Tierärztin Pia Rittmann (30) aus der Praxis Dr. Rolf Brahm: "Buju kam traumatisiert zu uns, hatte eine sehr tiefe Wunde, die Halsschlagader war verletzt. Ohne Operation wäre der Hund verblutet."

Tage später traf ein Freund den Angreifer an gleicher Stelle wieder - und alarmierte die Polizei. "Der 56-Jährige aus Bergkamen gab an, der Mischling habe sich in seinem Hund verbissen - aus Verzweiflung habe er ein Schälmesser eingesetzt", so der Polizeisprecher. Die Ermittlungen dauern an. weg

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