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"Ich habe hier doch alles"

Wellinghofen Leidenschaftliche Gärtner lieben große Gärten. Die Anlage, die Ursula Wiesemann zum Blühen bringt, ist 35 000 Quadratmeter groß. Die 68-Jährige pflegt seit zehn Jahren ehrenamtlich die Beete und Rabatten des Freibades Wellinghofen.

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Prächtig blühende Blumenkübel mit vor Kraft strotzenden Blüten begrüßen die Besucher des Freibades am Eingang. Wenige Schritte weiter entfaltet ein Dahlienbeet ein Farbenmeer.

"Viel düngen und viel gießen", verrät Ursula Wiesemann ihr Rezept. Fast jeder Schwimmer kennt die 68-Jährige, die bei Wind und Wetter mit Harke und Eimer über das Schwimmbadgelände streift.

Gärtnerin

Doch dieses Jahr ist die leidenschaftliche Gärtnerin nicht ganz zufrieden mit ihrem Werk. "Die halben Dahlien liegen an der Welt, weil sie nicht an Stöcke gebunden sind", bedauert sie. Zur Pflanzzeit habe sie im Krankenhaus gelegen und keine Stöcke organisieren können. Doch im nächsten Jahr will sie sich auch darum kümmern. Wie, weiß sie noch nicht. Denn ein Budget für die Blumenpflege im Freibad gibt es nicht. Warum sie sich so engagiert für die Blütenpracht am Hopmanns Mühlenweg einsetzt? "Ich bin hier groß geworden. Als Kind war das Schwimmbad mein Zuhause", erklärt die gebürtige Benninghoferin. "Bis es dunkel war, waren wir hier", erinnert sie sich.

Mittlerweile ist das Freibad wieder ihr zweites Zuhause geworden, obwohl sie jetzt in Schwerte wohnt. Dreimal pro Woche harkt, zupft, gießt, düngt und pflanzt sie von morgens bis abends Beete und Rabatten und hält das Unkraut in Schach.

"Vor zehn Jahren sah es hier schlimm aus: die Blumen in all dem Laub und Unkraut", erzählt sie, warum sie ihre Arbeit angeboten hatte. Inzwischen hat sie mit Ablegern von Schwimmern und Bekannten, aus dem eigenen Garten, mit geschenkten oder selbst gekauften Stauden ein kleines Pflanzenparadies geschaffen.

Bodybuildung

Ihr Lohn? "Die Arbeit macht Spaß. Ich freu mich, wenn es schön aussieht", erklärt Ursula Wiesemann ihre Motivation. "Ich hab hier doch alles: Bodybuildung, frische Luft und Abhärtung, weil ich bei Wind und Wetter draußen bin." Und wenn sie stundenlang geharkt und gejätet hat, dreht sie zur Erholung noch ein paar Runden in ihrem geliebten Becken. Heike Thelen

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