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Im Himmel ist der Teufel los

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Nach 13 Jahren auf der Bühne sind "Die Bullemänner" abergläubisch geworden: In ihrem neuen Programm "Sehkuhrity" schnallen sich die beiden Münsterländer die Flügel um und schweben als westfälische Schutzengel auf die Bühne.

Natürlich bescherten die beiden Gastspiele am Wochenende dem Theater Fletch Bizzel beim Sommerkabarett jeweils ein restlos ausverkauftes Haus, denn Augustin Upmann und Heinz Weißenberg haben sich rar gemacht auf der Bühne. "Wir sind per Navi angereist, vorher haben wir uns immer schon in Brambauer verfranst", entschuldigten die beiden Kabarettisten, dass sie die Fans fast ein Jahr auf einen Auftritt in Dortmund warten ließen.

Kein Wunder, denn im Himmel ist der Teufel los, wenn die beiden Engel mit westfälischer Gelassenheit auch als Schutzengel das Weggucken trainieren: Immer getreu dem Motto ihrer himmlischen Firma "Westfälische Schutzengel - immer da, immer nah, aber nie, wenn wat war". Sozusagen als "No Angels" der Himmelsboten treten sie in Aktion, helfen Surfern, Liebespaaren, Mumien bei Ü30-Partys und gerne auch mal bei einer westfälischen Familienfeier aus.

Dass das Image von westfälischen Schutzengeln inzwischen schlechter ist als das von sizilianischen wissen die beiden. Aber sie pflegen den guten Draht zu Petrus, der auch aufmarschiert in diesem Nummerkabarett mit dem schönen roten Faden. Über das neue Rauchverbot im Himmel wettert der Mann mit der Kardinalmütze.

Karl, "der Integrator" vom Campingplatz, der Migranten so einfühlsam betreut, die Feuerwehr beim Wellness-Wochenende, der Ur-Germane, der mit westfälischem Möpkenbrot die Hermannschlacht entschieden haben will - nix ist sicher, wenn die beiden Münsterländer wie früher "Wörter dreschen", das Lasso schwingen und bitterböse, heitere Lieder zur Gitarre singen. "Viele sind unsicher beim Thema Geschmack", wissen die "Bullemänner" und zeigen sich auch da gerne als wahre Schutzengel. - Ein kabarettistischer Höhenflug. JG

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