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"Immer wieder erschütternde Geschichten"

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Scharnhorst "Russische Straßensperren", Vandalismus und Wodka-Gelage - viele Einwohner aus Scharnhorst-Ost fühlen sich in ihrem Ort nicht mehr sicher (RN berichteten).

"Seit meinem dritten Lebensjahr wohne ich in Scharnhorst, und immer wieder hört man erschütternde Geschichten", erzählt die 39-jährige Kerstin B. Sie moniert vor allem den Vandalismus im Einkaufszentrum ("eks"), wo des Öfteren Fenster eingeschlagen wurden - in direkter Nachbarschaft der Polizeiwache. "Ich befürchte, dass selbst die Polizei mittlerweile zu viel Respekt hat."

Auch ein junger Anwohner, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, erzählt, wie er oft nachts aus der Stadt kam und "mit pochendem Herzen" an vermeintlichen Raufbolden vorbeiging - "gerade an den U-Bahn-Stationen ist es besonders schlimm." Für ihn liegt das Problem vor allem in einer zu geringen sozialen Mischung der Bevölkerungsgruppen. Im nächsten Monat zieht der gebürtige Scharnhorster aus dem Elternhaus in eine Wohnung nach Eving: "Ich habe dabei irgendwie ein besseres Gefühl", sagt er.

Reiner Hölscher, der an der unteren Droote wohnt, kritisiert die Berichterstattung als imageschädigend für Scharnhorst-Ost. Es werde der Eindruck erweckt, als wenn alle im Plattenbau wohnten, dabei lebe er in einem modernisierten viergeschossigen Haus des Spar- und Bauvereins. Scharnhorst der Polizei-Inspektion Lünen zuzuordnen, sei allerdings ein Fehler gewesen. Die Polizei müsse aufgestockt werden und mehr Präsenz zeigen, um das Problem mit den Jugendlichen in den Griff zu bekommen.

Hinreichende Erfahrung hat auch Hannelore Lamche. Einmal wurde die Rollstuhlfahrerin beim Einkaufen beschimpft und angerempelt. Trotz allem will sie die Hoffnung nicht aufgeben: "Das sind keine schlechten Menschen. Was sie brauchen, ist vor allem Förderung." phip

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