Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Bewegungspark

In Dortmund gibt's jetzt Fitness auf dem Friedhof

DORTMUND In der Mitte des Hauptfriedhofs am Gottesacker geht es seit neuestem ziemlich lebendig zu. Im Schatten des Glockenturms lädt ein Fitness-Parcours zu Arm- und Schulterdrücken, Radfahren und Dehnungsübungen. Training statt Trübsal.

Anzeige
In Dortmund gibt's jetzt Fitness auf dem Friedhof

»TrackGym«, der Gehtrainer ist eines von sechs Sportgeräten auf dem Hauptfriedhof

TrackGym, TwistGym und RotoGym heißen die modernen Sportgeräte, die müde Muskeln und ausgeleierte Gelenke ein wenig auf Trab bringen sollen. Sechs verschiedene Stationen stehen für die Leibes- und Motorik-übungen bereit.

 Da man den Friedhof zunehmend für die Lebenden als grüne Oase öffnen wolle, habe solch eine Bewegungsanlage nahe gelegen, meint Sigrid Müller, Leiterin der 32 städtischen Friedhöfe: .„Ich habe gesehen, dass viele Nordic-Walking-Gruppen über den Friedhof gehen.“ Auch Schattenboxer machten auf dem Hauptfriedhof ihre TaiChi-Übungen. 

Ein Fitness-Parcours auf dem Friedhof

Eindrücke vom Fitness-Parcours auf dem Dortmunder Hauptfriedhof.
Eindrücke vom Fitness-Parcours auf dem Dortmunder Hauptfriedhof.
Eindrücke vom Fitness-Parcours auf dem Dortmunder Hauptfriedhof.
Eindrücke vom Fitness-Parcours auf dem Dortmunder Hauptfriedhof.
Eindrücke vom Fitness-Parcours auf dem Dortmunder Hauptfriedhof.
Eindrücke vom Fitness-Parcours auf dem Dortmunder Hauptfriedhof.
Eindrücke vom Fitness-Parcours auf dem Dortmunder Hauptfriedhof.
»TrackGym«, der Gehtrainer ist eines von sechs Sportgeräten auf dem Hauptfriedhof
Eindrücke vom Fitness-Parcours auf dem Dortmunder Hauptfriedhof.
Eindrücke vom Fitness-Parcours auf dem Dortmunder Hauptfriedhof.
Eindrücke vom Fitness-Parcours auf dem Dortmunder Hauptfriedhof.

Damit Trauernde sich nicht gestört fühlen und die Pietät vor den Toten nicht verletzt wird, „haben wir den Fitness-Parcours an einer Stelle angelegt, wo nicht mehr bestattet wird“, betont die Friedhofsleiterin. Zur Not würden für die Trauerzüge auch kurze Umwege zu den Gräbern in Kauf genommen, damit Trimmende und Trauernde nicht aufeinander treffen.

 Der neue Parcours ist ergonomisch und seniorengerecht gestaltet und sogar für Hochbetagte und in Teilen auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Beim Gehtrainer zum Beispiel bremst ein gedämpftes Lager die Beweglichkeit der Beinhebel und verhindert so unkontrollierte Schwingungen. Beim Taillentrainer ist der ergonomische Sitz angenehm warm.Und auch der Geist profitiert, wenn es gilt, am Motoriktrainer mit Geschicklichkeit einen „Schlüssel“ über alle Windungen des Geräts zu führen. Erklärungstafeln am Rand zeigen, wie es geht.

 Wer hier trainiert, tut auch häufig etwas für die Seele; denn an den meisten Geräten können zwei Personen gleichzeitig üben, insgesamt zehn. Das fördert die Begegnung und Kommunikation. Sigrid Müller hat es freudig beobachtet: „Die Geräte werden von den Friedhofsbesuchern sehr gut angenommen.“ Kein Wunder: Sie tun etwas damit für ein langes Leben.  

Anzeige
Anzeige