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In Poseidons Hand

Lütgendortmund Seit Freitag ist es endlich wieder soweit: Die 647. Bartholomäus-Kirmes in Lütgen-dortmund öffnet ihre Pforten für Jung und Alt. Das Pflaumenfest, wie die Kirmes früher genannt wurde, ist für die Bürger ein besonderes Ereignis.

"Ich freue mich immer das ganze Jahr auf das letzte August-Wochenende wegen der Bartholomäus-Kirmes. Hier treffen wir uns seit Jahren mit Freunden, die sogar extra aus dem Sauerland kommen", erzählt eine Lütgendortmunderin.

Zusammensitzen bei einem traditionellen dunklen Kirchweih-Bier, das Geschehen beobachten, sich austauschen, schlemmen und alte Bekannte treffen: Das macht für die Besucher den Reiz der Kirmes aus. Die jüngeren Gäste zieht es natürlich mehr zu den Fahrgeschäften und Losbuden.

Neben klebrig süßer Zuckerwatte und riesigen Lebkuchenherzen stehen die Jugendlichen im Duft von gebrannten Mandeln und beratschlagen lautstark, welches Ungeheuer von Fahrgeschäft als nächstes getestet werden soll. Keine leichte Wahl zwischen der spannend klingenden "Poseidons Rache", wo man in luftiger Höhe durchgeschüttelt wird, oder der "Wilden Maus", einer rasanten Achterbahnfahrt. Sollte man sich also mutig in Poseidons Hand begeben?

Zwischen aufregenden Fahrgeschäften, dröhnender Musik und Stimmen der Losbudenverkäufer, Schmuckständen und Getränketheken findet jeder Gast seine ganz eigene Bartholomäus-Kirmes. Wilhelm Mohrenstecher, Inhaber des Cafés Blickpunkt, beschreibt "seine" Lütgen-dortmunder Kirmes so: "Für mich macht diese Kirmes die stillen Freuden aus: das gemeinsame Begehen dieses traditionellen Festes und die zwischenmenschlichen Erlebnisse, die man auf der Kirmes hat. Zum Bespiel die leuchtenden Kinderaugen bei einem Gewinn an der Losbude." Besonders auf den Montag freuen sich viele Besucher. "Das ist mein Kirmestag", sagt Michael Drost. "Ich habe extra Urlaub genommen. Zuerst gehe ich über den Krammarkt und später treffe ich mich mit meinen Kegelbrüdern zu einem Bierchen."

Und das darf man am Haupttag der Kirmes gern länger genießen, die Stände sind bis 24 Uhr geöffnet. Das Feuerwerk ab 22 Uhr soll krönender Höhepunkt der Kirmes sein. Karina Wolfsdorff

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