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In vier Tagen vom Tessin nach Marten

Marten 987 Kilometer in vier Tagen: Mit dem Auto eine gemächliche Reise. Mit dem Rennrad großer Sport.

"Es war eine Wette", räumt Urs-Holger Spiecker ein. Aus einer Laune heraus stellte er sich der Herausforderung, von seiner neuen Heimat im Tessin in die alte in den Dortmunder Westen zu radeln. Denn in Mengede ist Urs-Holger Spiecker aufgewachsen, ging in Nette aufs Gymnasium, studierte BWL und arbeitete jahrelang in der Spielbank Hohensyburg. Grund genug, zurückzukommen.

25er Schnitt

Aber das war diesmal beschwerlich: "Ich musste jeden Tag 240 bis 250 Kilometer fahren, und das in 13,5 Stunden", stellt Urs-Holger Spiecker, der in Mendrisio das größte Casino der Schweiz leitet, die Vorgaben des ehrgeizigen Unternehmens vor. Denn nur so lange ist es hell. Das bedeutet einen 25er Tempo-Schnitt. Auch über den Großglockner, gleich zu Beginn. Wobei die 2500 Höhenmeter den 42-Jährigen fast weniger beeindruckt haben als das schlechte Wetter. Denn der Auftakt im Tessin war regnerisch. Die erste (und einzige) Panne stand nach 20 Kilometern an und auf dem Großglockner zeigte das Thermometer ausgesprochen kühle sieben Grad. Aber das war es dann auch schon mit Wetterkapriolen. "Die anderen drei Tage war das Wetter optimal: 25 Grad, windstill."

Ein Navigationsgerät sorgte dafür, dass Urs-Holger Spiecker nicht vom Weg abkam: "Umwege kann man sich einfach nicht leisten" und für die Schönheiten der Strecke über Luzern, Basel, Straßburg, Karlsruhe, Bingen und Wuppertal blieb auch keine Zeit.

Besonders viel Mühe musste sich der sportliche Casino-Direktor dagegen geben, den Körper in Schuss zu halten. "Ich habe in den vier Tagen rund 25 000 Kilokalorien verbraucht", hat Urs-Holger Spiecker ausgerechnet. Frühstück, bis zu acht Liter Wasser, zwischendurch Proviant vom Bäcker, ein kohlehydratreiches Essen ("Nudeln!") am Abend: Das musste reichen für die sportliche Höchstleistung.

Kein Extra-Training

Und wie viel Trainingskilometer Vorbereitung kostet so ein Unternehmen? "Eigentlich habe ich nicht extra trainiert. Ich fahre aber jeden Tag zur Arbeit mit dem Rad." Hört sich harmlos an. Bis Urs-Holger Spiecker schmunzelnd anmerkt : "Das sind 31 Kilometer hin und 31 Kilometer zurück." Zurück in die Schweiz fährt der 42-Jährige übrigens nicht mit dem Rad. "Meine Familie ist vorgefahren. Jetzt besuchen wir hier noch Freunde und Verwandte und dann geht es mit dem Auto zurück." Das Rad kann sich dann auf dem Dach ausruhen. Irene Steiner

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