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Japan - Die Zweite

Aufgeregt ist Felix Mohr schon, doch auch neugierig auf das, was ihn diesmal in Japan erwartet. Bereits zum zweiten Mal geht er für ein Jahr nach Asien.

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Der Abiturient fliegt am 12. September nach Tokio, um dort ein freiwilliges soziales Jahr zu machen. Zuvor geht es am 27. August nach Berlin, zu einem Vorbereitungsseminar.

In einer Behindertenwerkstatt leistet der 18-Jährige bis Ende August 2008 den Ersatzdienst anstatt des Zivildienstes ab. Hier muss er u.a. Elektroschrott recyclen, Postkarten und Töpferwaren herstellen. "Und neben dieser Arbeit werde ich dann die Behinderten betreuen", erzählt Mohr. Davor hat der Dortmunder etwas Angst, denn obwohl er die Sprache fließend spricht, ist es vor Ort doch etwas anderes: "Die Feinfühligkeit fehlt mir eben noch, und ich weiß nicht, inwiefern sich dadurch Sprachbarrieren in der Arbeit mit Behinderten ergeben."

Angefangen hat alles als Hobby: Mit 13 Jahren lernte Felix Mohr Japanisch, zuerst im Landesinstitut, dann an der Volkshochschule, und schließlich am Japanicum in Bochum. Von März 2004 bis Februar 2005 nahm er an einem Schüleraustausch in Kyoto teil. "Als ich dann zurückkehrte, war es anfangs schon schwierig, in Mathe und Französisch wieder mitzukommen. Nicht, dass ich in Japan nichts gelernt hätte, aber ich habe einfach nicht alles verstanden." Doch ohne Zeitverlust machte der 18-Jährige in diesem Jahr auf dem Leibniz-Gymnasium sein Abitur, mit einem Schnitt von 2,9.

"Der Aufenthalt läuft über die Internationale Jugendgemeinschaft und das Deutsch Japanische Friedensforum", berichtet der Dortmunder. So musste der Abiturient zu einem Vorstellungsgespräch nach Berlin fahren und sich dort beweisen. "Von rund 43 Bewerben, sind nur zehn genommen worden", so Mohr.

In seiner Freizeit ist der Jugendliche am liebsten mit Freunden unterwegs. Sport, wie z.B. Fußball, gehört genauso dazu wie auf Parties gehen. "Es ist mir sehr wichtig, Zeit mit meinen Freunden zu verbringen", meint der 18-Jährige.

Diese wird er in Tokio natürlich vermissen, "doch ich habe auch in Japan einige Freunde", erzählt der Abiturient. "Die kenne ich noch von meinem Austausch."

Nach seinem Tokio-Aufenthalt möchte er in Bochum Wirtschaft und Politik Ostasiens studieren. "Ob ich mal auswandere, weiß ich noch nicht. Aber ich könnte mir schon vorstellen, ein paar Jahre in Japan zu arbeiten." jus

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