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Keine Stimme für das Wellenpflaster

Der Vorsitzende der Aktion Boulevard Kampstraße, Axel Schroeder, fürchtet, dass mit der Pflasterung der künftigen Vorzeige-Einkaufsmeile der Bürgerwille buchstäblich mit Füßen getreten werden könnte. Stein des Anstoßes ist die rote Welle, Pflaster-Favorit von Architekt Niklaus Fritschi, der von der Stadt mit der Gestaltung des neuen Boulevards beauftragt ist.

Er schätze die Arbeit von Fritschi sehr, so Schroeder, doch unabhängig von allen anderen Gestaltungselementen laute der Tenor der eingeholten Meinungsäußerungen: Das Wellenpflaster soll in keinem Fall Verwendung finden. Schroeder: "Bei einer aktuellen Befragung von fast 100 Anliegern des zukünftigen Boulevards gab es nicht eine einzige Stimme für das Wellenpflaster." Auch im City-Ring-Beirat sei man einhellig gegen die Welle.

Ebenso sei das Wellenpflaster bei einer Passantenbefragung durchgefallen, die Vorstandsmitglieder der Aktion Boulevard Kampstraße gemacht hätten. Schroeder: "Eine Passantin, die in einem Seniorenheim arbeitet, sprach sich im Namen aller 90 Bewohner ihrer Einrichtung für das Alternativpflaster aus." Gemeint ist der helle Kunstsandstein, der bereits auf der Brauhausstraße und der Betenstraße verlegt ist.

Die bis zum 14. September ausgelegten Pflasterproben an der Reinoldikirche (RN berichteten) begrüßt Schroeder als "gute Idee", doch er vermisst einen Hinweis auf die Möglichkeit zur Meinungsäußerung. Die Probeverlegung sei deshalb nur "halbherzig durchgeführt" und erwecke den Anschein einer "Alibiaktion".

Der Aktions-Vorsitzende: "Wenn die Meinung der Dortmunder Bürger bei Politik und Verwaltung auch nur den Funken einer Bedeutung hat, ist die Durchsetzung des Wellenpflasters undenkbar." ko

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