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Verein Kinderglück hat jetzt eine eigene Halle

Kinderglück-Halle mit viel Platz für Spaß und Events

DORTMUND Dem gemeinnützigen Verein Kinderglück steht neuerdings eine eigene Halle an der Stadtgrenze zu Holzwickede zur Verfügung. Noch wird sie vor allem als Lager genutzt, doch für die Zukunft ist viel Action geplant.

Kinderglück-Halle mit viel Platz für Spaß und Events

Neben dem Loungebereich in der neuen Halle türmen sich Kartons mit Schulranzen. Mehr als 200 Euro kosten solche Tornister, die Bernd Krispin und Kinderglück an bedürftige Familien vergeben. Foto: Oliver Schaper

Kinderglück, der Dortmunder Verein, der sich um vernachlässigte, behinderte und schwerkranke Kinder kümmert, verfügt nun über eine eigene Veranstaltungs- und Lagerhalle. An dem Gebäude gegenüber des Flughafens an der Stadtgrenze zu Holzwickede prangt bereits groß das Logo mit dem lachenden Kindergesicht.

Große Bühne mit Licht- und Tontechnik geplant

Innen ist die Wandverkleidung noch nicht angebracht, der Fußboden muss noch neu ausgelegt werden und die Bühne wirkt noch eher wie ein Sperrholz-Lager. Aber es gibt bereits einen aus Holzpaletten gezimmerten kultigen Lounge-Bereich und einen Tresen, beides nach Entwürfen von Susanne Krispin, Ehefrau des Vereinsgründers Bernd Krispin. In Kürze sollen Licht- und Tontechnik für die Bühne installiert werden. „Alles dauert etwas länger, weil das meiste ehrenamtlich am Wochenende gemacht wird“, sagt Bernd Krispin.

Kinderglück-Halle mit viel Platz für Spaß und Events

Noch ist ein bisschen was zu tun in der Kinderglück-Halle. Foto: Oliver Schaper

Bereits vor drei Jahren hatte er gemeinsam mit Metin Duman die Idee für eine eigene Halle. „Allein als Lager für unsere verschiedenen Aktionen, die Kinderglück-Kissen und die Schulranzen.“ Die Schulranzen-Aktion, die vor Jahren aus einer einzelnen Anfrage entstand, ist inzwischen zu einem Riesen-Projekt angewachsen. Die neue Halle, die mit 450 Quadratmetern größer ist als eine Grundschul-Turnhalle, steht zurzeit voller Kartons mit nagelneuen Schultornistern. Zwischen 1300 und 1500 Stück vergibt Kinderglück davon in diesem Jahr.

Schulranzen-Aktion läuft bewusst nicht öffentlich

Der Verein verteilt sie über die Verantwortlichen in Kitas und Grundschulen, die Bedürftige melden. Kinderglück verlädt sie still und leise in den Kofferraum der Kontaktpersonen. Diese können die Ranzen dann unbemerkt den Eltern übergeben, so dass die beschenkten Kinder gar nicht mitbekommen, dass die Eltern für ihre Schulausrüstung Hilfe in Anspruch nehmen mussten. „Aus Spendenwerbersicht ist das die schlechteste aller Varianten“, sagt Bernd Krispin. „Für uns ist das aber trotzdem richtig und wir machen es weiter so.“ Kinderglück werde niemals zum „Spendentrommler“.

5000 Kissen als Trostpflaster verteilt

Für die Lagerung und das Verteilen der Ranzen bietet die neue Halle ideale Möglichkeiten. Weitere Kartonreihen beinhalten zertifizierte Materialien für die beliebten Kinderglück-Kissen, die Ehrenamtliche bei Näh-Parties anfertigen. Rund 5000 Stück dieser Trostpflaster vergibt Kinderglück im Jahr an Kinderkliniken, Hospize und die Feuerwehr.

Künftig soll die Halle natürlich viel mehr sein als eine Lagerstätte, eher eine Eventhalle. Aktionen und Parties sind geplant, gemeinsam mit den vielen Kooperationspartnern wie der Naturbühne, einem Zauberer und einem Clown. Auch Sky-Parties sind geplant, bei denen Kinder, Sozialarbeiter und Ehrenamtliche Bundesliga-Spiele auf einer Leinwand verfolgen können. „Dazu grillen wir Würstchen und es gibt Getränke“, sagt Bernd Krispin. „Für die Kinder ist das alles kostenlos.

Kissen gibt es bald auch in Schwarzgelb

2006 hat der „Dortmunder des Jahres 2017“ und Vater dreier gesunder Kinder den Verein gegründet, einfach „weil es zu vielen Kindern zu schlecht geht in unserer Wohlstandsgesellschaft“. Selbst nach zwölf Jahren Ehrenamt ist er oft noch erschüttert vom Schicksal mancher Kinder. Und deshalb verliert er trotz der riesigen Dimension, die sein Projekt angenommen hat, nie das einzelne Kind aus den Augen.

Und wenn es der große Wunsch eines schwerkranken Siebenjährigen ist, einmal ein BVB-Spiel zu erleben, dann lässt Bernd Krispin nicht locker, bis er eine Sitzplatzkarte für ihn und seine Begleitung organisiert hat. Der Familienvater selbst steht bei jedem Spiel mit einer Kindergruppe auf der Süd. Und bei der nächsten Näh-Party in der neuen Kinderglück-Halle werden die vielen Helfer zum ersten Mal Kissen in Schwarzgelb produzieren.

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