Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Klinikum: Gespräche vertagt

Anzeige

Klinikum: Gespräche vertagt

Gesprochen haben sie miteinander. Sogar in "angenehmer Atmosphäre", wie verdi-Sekretär Kolberg betont, aber dann trennten sich die Wege wieder zwischen der Gewerkschaft und Klinikum-Geschäftsführung. Die Gespräche zum Notlagentarifvertrag würden fortgesetzt, betonen beide, allerdings erst nach der nächsten Aufsichtsratssitzung (22. Februar). Sie hätten gestern lediglich ihre Positionen ausgetauscht, so Kolberg, die Situation müsse erst einmal politisch bewertet werden. "Durch die Verweigerungshaltung des Marburger Bundes über den Abschluss eines Notlagentarifvertrages ist eine neue Situation entstanden, die erst durch den Aufsichtsrat des Klinikums Dortmund bewertet werden muss", heißt es dazu aus dem Klinikum.

Die Fraktion FDP/Bürgerliste will nicht länger warten. In der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 7. Februar will sie in einer Anfrage die desolate Finanzlage des zweitgrößten kommunalen Krankenhauses in Deutschland auf den Prüfstand stellen. Lars Rettstadt (Foto/FDP), sachkundiger Bürger der Fraktion, zählt auf: "Durch den Jahresverlust von 11 Mio. Euro im Jahr 2006 hat sich das Eigenkapital der Klinikum Dortmund gGmbH um ein Drittel von 31 Mio. (davon 30 Mio. Stammkapital) auf rund 20 Mio. vermindert. Angesichts des von der Klinikleitung für 2007 prognostizierten Jahresfehlbedarfs von mindestens 7,75 Mio. wird sich das Eigenkapital weiter verringern. Dann beträgt das Finanzpolster nur noch rund 40 Prozent. Das wäre dann ein Fall für die Insolvenzwarnung."

Im Haupt- und Finanzausschuss möchte die Fraktion wissen, wann die Stadt die für 2008 beschlossenen sechs Millionen Euro neuer Finanzmittel zuschießen wird. Rettstadt fragt für die Fraktion, ob ein Insolvenz-Eröffnungsgrund bereits geprüft worden sei. bö

Anzeige
Anzeige