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Kompetenz für den Mann

DORTMUND Das neue Prostatazentrum Dortmund Ost hat Vorbildcharakter: Von der Diagnose bis zur Reha wird der Patient begleitet und profitiert vom gebündelten medizinischen Fachwissen. Die Ärzte hoffen nun, dass ihr Organzentrum als eines der ersten bundesweit von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert wird.

Kompetenz für den Mann

14 interne und 20 externe Mitglieder zählte das Organzentrum im Knappschaftskrankenhaus.

„Wir erfüllen alle Voraussetzungen“, so Dr. Ralf Thiel, der das im April gegründete Prostatazentrum Dortmund Ost leitet. „Das Besondere an unserem Zentrum ist die Bündelung medizinischer Kompetenz unter einem Dach.“ 14 interne Mitglieder und 20 Kooperationspartner behandeln jährlich über 250 Neuerkrankungen von Prostatakrebs. „Natürlich befassen wir uns auch mit gutartigen Tumoren, aber die Konzentration liegt auf Karzinomen“, erklärt Thiel.

Für die Krankenhäuser bedeuten derartige Organzentren die Zukunft: „Ambulante und stationäre Behandlung wachsen immer mehr zusammen“, erklärt Thiel, „die Bildung von solchen Zentren wird von den Krankenkassen gefördert.“ Im Gegenzug müssten Hospitale, die keine Organzentren bilden, mit Qualitätsabschlägen oder eingeschränkter finanzieller Förderung rechnen.

Onkologisches Zentrum

Mit dem Prostatazentrum macht das Knappschaftskrankenhaus einen weiteren Schritt in Richtung Onkologisches Zentrum: „Wir haben bereits ein Brust- und ein Darmzentrum. Wenn im nächsten Jahr noch wie geplant das Lungenzentrum hinzukommt, ist es vollbracht“, blickt Qualitätsmanager Peter Hutmacher voraus. Das Onkologische Zentrum sei wiederum der zweite Schritt auf dem Weg zum Gesamt-Krebszentrum, in dem die Synergie-Effekte aller medizinischen Richtungen zur Tumor-Behandlung genutzt werden.

Im kleinen Rahmen ist die im Prostatazentrum Dortmund Ost bereits möglich. Das Spektrum umfasst Diagnostik, Operation, Therapie und Rehabilitation. „Neben dem Fachwissen stehen uns moderne technische Mittel zur Behandlung zur Verfügung“, erklärt Thiel. Wie wichtig eine solche Behandlung ist, zeigt die Jahresstatistik: „Von 45 000 Diagnosen führen immer noch 13 000 zum Tod.“ Oftmals komme die Diagnose schlichtweg zu spät. „Deshalb bieten wir jeden Montag und Dienstag, außerdem nach Vereinbarung, Prostata-Sprechstunden an.“ Weitere Informationen können unter Tel. 9 22 17 01 angefordert werden.

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