Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Kraftwerk-Feinstaub im Visier

DORTMUND Die Kritiker der geplanten DEW-Beteiligung an einem Kraftwerksneubau in Hamm bekommen Munition vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Er nimmt den hohen Feinstaub-Ausstoß der Kraftwerke ins Visier.

Anzeige
Kraftwerk-Feinstaub im Visier

Das Kraftwerk Knepper steht wegen des hohen Feinstaub-Ausstoßes in der Kritik.

Der Vorstoß passt zur aktuell laufenden Diskussion um ein Luftreinhaltekonzept der Bezirksregierung. Dort will BUND-Sprecher Thomas

Quittek dafür sorgen, dass die Kraftwerkspläne auf den Prüfstand gestellt werden. "Insbesondere die geplanten Kohlekraftwerke stellen neben der Klimabelastung durch CO 2 eine erhebliche Feinstaub-Quelle dar", stellt Quittek fest. Sein Fazit: Auch aus Gründen der Feinstaubreduzierung müsse eine Beteiligung der DEW am Kraftwerksneubau in Hamm verhindert werden.

Hintergrund ist die aktuelle Diskussion um die regionale Luftreinhalte-Politik. Dazu hatten sich am Montag die Oberbürgermeister und Umweltdezernenten von Bochum, Herne und Dortmund mit den Experten der Bezirksregierung und Regierungspräsident Helmut Diegel in Arnsberg getroffen. Die Botschaft: Nicht mehr nur einzelne Brennpunkte wie die Brackeler Straße mit ihrer Feinstaub-Messstation, sondern die Stadtgebiete insgesamt sollen unter die Lupe genommen werden. Und dabei werden alle Verursacher betrachtet.

"Knepper" in der Kritik

Damit kommt neben dem Verkehr als Hauptverursacher auch die Industrie in den Blick - und damit auch die Kraftwerke. In Dortmund werden jährlich 166 Tonnen Feinstaub von der Industrie ausgestoßen, davon allein 120 Tonnen durch das Kraftwerk Knepper an der Stadtgrenze Dortmund/Castrop-Rauxel, merkt Quittek an. Für das RWE-Kraftwerk in Hamm rechnet der BUND-Experte bei der geplanten Erweiterung mit einer Verdoppelung des Ausstoßes von bislang 100 Tonnen Feinstaub pro Jahr. Quittek: "Mit der DEW-Beteiligungssumme von über 100 Mio. Euro könnte eine wesentlich umweltfreundlichere Strom- und Wärmeversorgung aufgebaut werden, unter anderem durch die Beteiligung an Windparks und dezentralen Blockheizkraftwerken."

  

Anzeige
Anzeige