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Kurdische Filme kennen lernen

Helin, eine Kurdin aus Ostanatolien, soll mit einem Mann in Deutschland verheiratet werden, den sie nicht kennt. Sie flieht - und stößt auf die Widersprüche und den Schmerz der Arbeitsmigration. Mit "Folge der Feder" eröffnet heute die erste kurdischen Filmwoche.

Das Angebot an kurdischen Filmen ist vielfältig und unterschiedlich: Ihre Regisseure stammen aus verschiedenen Ländern und Film-Schulen, sprechen verschiedene Sprachen. In den vergangenen vier Jahren hat sich die kurdische Filmindustrie rasant weiterentwickelt, weiß Dersim Dagdeviren vom Deutsch-Kurdischen Kulturverein und Mitorganisatorin des Festivals. Inzwischen existieren hunderte Filme. "Wir haben versucht, mit zwölf Filmen ein möglichst breites Spektrum abzudecken", so Dagdeviren.

Und das ist gelungen: Neben einem Genremix aus Dokus, Spiel- und Kurzfilmen gelingt ein Querschnitt durch Gesellschaft und Politik. Es geht unter anderem um die Integration von Migranten, Unterdrückung und Freiheitsbewegung, die Stellung der Frau, Zwangsehe und Ehrenmorde.

Besonders interessant: Im Anschluss an fünf der Filmvorführungen sollen Diskussionsrunden stattfinden, mit namhaften Gesprächspartnern wie der Regisseurin Özay Sahin, der Journalistin Berjin Haki oder der Rechtsanwältin Seyran Ates.

"Wir wollen nicht nur Kurden ansprechen, sondern alle Dortmunder erreichen, unsere Filme mit allen teilen", so Dagdeviren. Die Inhalte eignen sich dazu: Das Thema Ehrenmorde ist aktuell, und "mit den deutschen Behörden haben nicht nur Migranten ihre Schwierigkeiten".

Dagdeviren freut sich über einen breiten Unterstützerkreis aus dem Kulturbüro der Stadt Dortmund, der Auslandsgesellschaft, dem Dietrich-Keuning-Haus (DKH), Frauenorganisationen und Kinos. cl

Eröffnung mit "Folge der Feder" heute, 18.30 Uhr, Dietrich Keuning-Haus, Leopoldstr. 50. Filmwoche vom 24.- 31. 10. Das ganze Programm unter: www.kurdendortmund.de

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