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Laut, lauter, Bahnlärm

Aplerbeck Ein Klick ins Internet und den Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn wird dank der ersten Messstation für Schienenlärm vor Augen geführt, was viele Bürger im Dortmunder Süden ertragen müssen.

Die Lärmbelastung durch die nächtlichen Güterzüge, die die Strecke Dortmund-Soest befahren und somit quer durch den Dortmunder Süden rattern, liegt in der Spitze bei über 95 dB (A)- extrem gesundheitsgefährdend. Schon Geräusche von 65 bis 75 dB(A) bewirken im Körper Stress. Bei den Anwohnern der Abteistraße kommen noch Schlafprobleme hinzu.

Denn nach den Ergebnissen der vor 14 Tagen bei Familie Schroers installierten Messstation liegen die Höchstwerte hauptsächlich zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens. "Man schläft nicht durch", sagt Ingo Schroers. "Zudem ziehen sich die Geräusche über mehr als eine Minute." So lange dauert es in etwa, bis die Güterzüge vorbeigerumpelt sind. "Die Ergebnisse entsprechen in etwa den Werten, die wir auch an unseren Stationen rund um den Dortmunder Flughafen gemessen haben", erläutert Henning Müller-Späth, Mitglied der Initiative Schutzgemeinschaft Fluglärm.

"Die Ergebnisse sind alarmierend", sagt Volker Mais, Fraktionssprecher der CDU, die sich zusammen mit den Grünen dem Lärmproblem angenommen hat. "Ich habe die Zahlen an den sozialpolitischer Sprecher unserer Bundestagsfraktion Markus Kurth weitergeleitet", sagt Friedhelm Goersmeyer (Grüne) und setzt damit auf eine Signalwirkung im Bundestag.

Um noch weitere Ergebnisse über den Schienenlärm im Stadtbezirk zu erhalten, werden in Berghofen und Sölde noch weitere Messstationen installiert. Zudem läuft eine Unterschriftenaktion gegen den Bahnlärm. Hierzu werden Listen verteilt und am Donnerstag (8.11.) gibt es auf dem Marktplatz in Aplerbeck ab 9 Uhr einen Infostand.

jöb

Alle Bürger, die sich über den Bahnlärm beschweren möchte können auch mailen an

laermschutzdb@web.de

www.dfld.de

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