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Neue Sprachansagen bei der Stadtbahn

Lautsprecher bleiben vielerorts noch stumm

Dortmund Die Dortmunder Stadtwerke wollen den Service in den Stadtbahnhöfen verbessern. Aufzüge sollen mit Sprachanlagen und weitere Bahnhöfe mit Zugansagen ausgestattet werden. Vorerst sind es aber nur jeweils zwei. 

Lautsprecher bleiben vielerorts noch stumm

Nur im Bahnhof Stadtgarten und im Hauptbahnhof gibt es bisher Lautsprecherdurchsagen (Archiv). Foto: Dieter Menne

In gerade zwei von insgesamt 26 unterirdischen Stadtbahnhöfen werden Fahrgäste per Lautsprecher auf einfahrende Bahnen aufmerksam gemacht. Die Anlagen am Hauptbahnhof und am Stadtgarten (seit 2015) sind die bislang einzigen mit Lautsprecherdurchsagen. Darin kündigt eine Frauenstimme die einfahrende Bahn an:
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„Wir haben dort den Anfang gemacht, weil beide Stationen den größten Besucherverkehr haben“, sagt DSW21-Sprecherin Britta Heydenbluth. Befragungen hätten ergeben, „dass die Ansagen bei den Fahrgästen sehr verständlich rüberkommen.“

Weitere Bahnhöfe sollen 2018 ausgestattet werden

Künftig sollen auch die Wartenden in den Bahnhöfen Reinoldikirche und Kampstraße per Band über einfahrende Züge informiert werden.

Die Technik werde „im Laufe 2018“ installiert, sagt Britta Heydenbluth. Für alle weiteren Bahnhöfe gebe es zurzeit keine Planungen. Die Lautsprecher seien das kleinste Problem. „Die sind ohnehin installiert.“ Über die Lautsprecher werde vorgelesen, was auf den Zugzielanzeigen erscheine. Deshalb müssten beide Elemente überall technisch aufwendig verknüpft werden. „Das ist auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit“, so Heydenbluth.

Aufzüge mit Unterstützung für Sehbehinderte

Schneller kommen die Verkehrsbetriebe mit der Ausstattung der Aufzüge voran. Sie sollen blinden und sehbehinderten Menschen bei der Orientierung helfen. Dazu wollen die Stadtwerke bis Juni 41 von insgesamt 51 Aufzügen nachrüsten und sie – ähnlich wie an der Leopoldstraße und am Rombergpark – mit besonderen Tastenfeldern ausstatten.

Sie sind in ihrer Form deutlich hervorgehoben und sollen leicht zu erfühlen sein. Alle Tasten sind mit Blindenschrift ausgestattet und werden durch Leucht-Elemente betont. Darüber hinaus sind sie mit Sprachansagen ausgestattet: Wer drückt, hört eine Stimme vom Band, die über die jeweilige Ebene und die Zuglinien informiert.

Zusätzlich gibt es Hinweise, wo sich die Ausgänge der Bahnhöfe befinden. Christiane Rischer vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmtes Leben in der Roseggerstraße begrüßt das Nachrüstungsprogramm. Sie sagt aber auch: „Der Schritt ist überfällig, um behinderte Menschen gleichberechtigt am öffentlichen Leben teilnehmen zu lassen.“ Die Kosten betragen rund 400.000 Euro, die vom Land zu 90 Prozent gefördert werden.

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