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Leuchtende bunte Tüten

Eng ist es in der U-Bahn 45 am Samstag Abend. Menschen drängeln sich auf den Sitzen und in den Gängen. An der Haltestelle Westfalenpark ist die Bahn plötzlich leer. Die Menge strömt Richtung Lichterfest.

An den Buden mit dem Kartenverkauf bilden sich lange Schlangen. Eine viertel Stunde muss man mindestens warten, bis man sein Ticket hat und durch die Tore in den Park darf. Hier verteilen sich die Massen endlich. Während die einen es sich mit Decken und Kerzen auf der Wiese an der Buschmühle gemütlich machen, flanieren die anderen auf den Wegen entlang und bestaunen die Motive aus tausenden von Teelichtern.

Mittendrin ist Annette Kulozik. Die Leiterin des Parks läuft mit ihrem Funkgerät in der einen und dem Handy in der anderen Hand durch ihr Revier. Mit strammen Schritten geht sie die Wege ab, die sie kennt wie kaum ein anderer. "Oswald für Annette", ruft sie in ihr Funkgerät. Ihr Kollege am anderen Ende des Parks braucht zwei Taschenlampen. Kleinigkeiten, die für das rund 200-köpfige Team des Parks aber notwendig sind. "Ich bringe dir die Lampen rüber", sagt Kulozik und macht sich auf den Weg.

Vorbei an leuchtenden Heißluftballonen, an einer Ritterburg aus Teelichtern, an aus Lampions bestehenden Pavillons - aber auch an Dönerbuden und Bierständen. Unterwegs hält sie beide Augen offen. Die neusten Illuminationen, große, spitz zulaufende bunte Tüten, kommen bei den Besuchern gut an. Doch anfassen ist nicht erlaubt. "Hey, Fotos machen dürft ihr, aber bitte nicht umknicken", ruft Kulozik drei Mädchen zu, die sich an die "Airlights" lehnen. Kulozik ist energisch, bleibt aber freundlich. Schließlich macht ihr der Einsatz Spaß. "Eigentlich bin ich meistens im Büro, aber zum Feuerwerk muss ich hin", sagt sie und schmunzelt. "Denn ich bin bekennende Pyromanin". Da trifft es sich, dass die Taschenlampenübergabe ganz in der Nähe der Seebühne stattfindet. Annika Ruhfaut

Seite 3: Feuerwerk

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