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Leuchtturmprojekte und Kirchturmsdenken

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Haben Sie Ihren Urlaub an der Küste gemacht? Dann haben Sie bestimmt auch einen Leuchtturm gesehen. Weithin sichtbar geben sie Orientierung. Sie zeigen die Richtung an. Und schön sehen die meisten auch noch aus. Kinder lieben darum Leuchttürme, obwohl nicht einmal alle rot-weiß gestreift sind. Manche Erwachsene hängen sich Kalender mit diesen besonderen Wahrzeichen auf.

Sogar in der Stadtpolitik spielen Leuchttürme eine große Rolle. Alle richtungweisenden Vorhaben werden als Leuchtturmprojekte bezeichnet. Obwohl man bei ihnen nicht einmal weiß, ob sie wirklich eines Tages leuchten. Man sieht, der Leuchtturm hat einen guten Ruf.

Eingeschränkte Sicht

Wie schlecht hat es dagegen der Kirchturm. Er leuchtet nicht. Seine Glocken stören gelegentlich die Anwohner. Und zur Zeit wird mancher sogar aus Kostengründen flach gelegt. Wofür steht der Kirchturm eigentlich? Mit ihm verbinden wir nur das Kirchturmsdenken. Jene eingeschränkte Sicht, die am eigenen Tellerrand endet, Provinzialismus pur. Armer Kirchturm.

Dabei ist es in Wirklichkeit doch ganz anders. Kirchtürme sind die Leuchttürme unserer Städte. Sie sind markante Punkte im Stadtbild, urbane Landmarken, Wegweiser. Zwar gibt es inzwischen oftmals höhere Häuser in der Stadt. Aber Orientierungzeichen bleiben die Kirchtürme doch.

Und das ist gut so. Denn Kirchtürme erinnern auch an die Richtung, die wir grundsätzlich im Leben brauchen. Die Werte, die unsere Stadt zusammenhalten, die innere Mitte unseres Gemeinschaftslebens und auch unseres persönlichen Lebens.

Denken wir besser von unseren Kirchtürmen. Das schädliche Kirchturmsdenken sollten wir vergessen. Aber die Leuchttürme, die neben den Kirchen stehen, die wollen wir nicht aus dem Blick verlieren.

Friedrich Stiller, RGV@VKK-DO.de am 31. Januar 1961 in Bielefeld geboren , verheiratet, zwei Kinder. Seit 1996 leitet der Pfarrer in der evangelischen Kirche in Dortmund-Lünen das "Referat für Gesellschaftliche Verantwortung". E-Mail:

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