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Lidl-Streit: Stadt verliert Prozess

DORTMUND Es war einer der wohl teuersten Fehler der letzten Jahre: Weil die Stadt die Ansiedlung eines Lidl-Marktes an der Evinger Straße zu Unrecht verhindert hat, ist sie am Freitag zu hohen Schadenersatzzahlungen verurteilt worden.

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Lidl-Streit: Stadt verliert Prozess

Martin Metgenberg bekam vor Gericht Recht.

Das Geld bekommt der Gummersbacher Immobilienmakler Martin Metgenberg. Die erste Marge beläuft sich auf knapp 760 000 Euro. Sie setzt sich aus sinnlos gewordenen Finanzierungskosten und den entgangenen Gewinnen der ersten Monate zusammen. Die Gesamtforderungen Metgenbergs gehen jedoch in die Millionen.

2,7 Millionen Euro entgangene Mieten

Allein die Mieten, die ihm Lidl vertraglich zugesichert haben soll (monatlich 15 000 Euro, Laufzeit 15 Jahre) summieren sich auf 2,7 Millionen Euro. Auch diese Kosten darf Metgenberg der Stadt in Rechnung stellen. Ob komplett oder nur zu einem gewissen Anteil, ist allerdings noch nicht entschieden. „Die Berechnung der Schadenserwartung ist noch nicht abgeschlossen“, sagte Richter Ulrich Harbort, Vorsitzender der 8. Zivilkammer. Sollten sich Stadt und Metgenberg nicht einigen, wird über die nächste Summe wieder das Gericht entscheiden müssen.

Tauschgeschäft

Um den Schaden zu begrenzen, hatte die Stadt dem Makler ein Tauschgeschäft vorgeschlagen. Eine der Ideen: Die Stadt würde das Grundstück an der Evinger Straße übernehmen und Metgenberg im Gegenzug eine Fläche am Wambeler Hellweg anbieten. Dort hätte ein Lidl-Markt entstehen dürfen. Die Gespräche sind aber offenbar allesamt gescheitert. Woran, wurde am Freitag nicht bekannt. Zur Urteilsverkündung waren weder der Makler noch Vertreter der Stadt erschienen.

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