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Lungenkrebs - Kampf auch mit den Schuldgefühlen

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Die Hauptursache für Lungenkrebs ist das Rauchen. Einen Zusammenhang, den Dr. Lutz Freitag, Chefarzt der Pneumologie an der Lungenklinik Hemer, bei der Informationsveranstaltung "Der zweite Atem - Leben mit Lungenkrebs" am Samstag in der voll besetzten Rotunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte mit Zahlen belegte: "94 % meiner Patienten sind Raucher, und jeder zwölfte Starkraucher erkrankt an Lungenkrebs."

"Warum ist es dennoch so schwierig, mit dem Rauchen aufzuhören?", fragte ZDF-Sportchef Dieter Kürten, der die Veranstaltung moderierte und nach eigener Aussage noch nie geraucht hat. "Neben körperlichen Entzugssymptomen, die in der Regel nach drei Wochen überwunden sind, ist die psychische Abhängigkeit eine zentrale Komponente, die es ebenso schwierig macht, dauerhaft nicht zu rauchen", erläuterte Dr. Martin Wylicil, Oberarzt an der Klinik für Pneumologie am Knappschaftskrankenhaus.

Seelsorger einschalten

Wenn ein Raucher an Lungenkrebs erkranke, erschweren erfahrungsgemäß Schuldgefühle das Aufhören zusätzlich. Der Mediziner empfiehlt in diesem Fall seelsorgerische Hilfe bei Kirchen und Gemeinden sowie Informationen über Entwöhnungskurse bei Hausärzten und Krankenkassen.

"Wer an Lungenkrebs erkrankt, hat anfangs keine Beschwerden, weil die Lunge keine Nerven hat", erklärt Freitag ein Hauptproblem, warum Lungenkrebs oft lange Zeit unbemerkt wachse. Deshalb rät er, bei ständigem Hustenreiz, wenn man Blut hustet oder sich unwohl und schlapp fühlt, sofort zum Arzt zu gehen.

Klassische Therapiefolge

Die klassische Therapiefolge, die in Tumorkonferenzen interdisziplinär abgestimmt werde, sei in vielen Fällen Operation, Chemotherapie und Bestrahlung. "Wenn der Tumor vollständig entfernt werden kann und dabei nur bis zur Hälfte eines Brustlappens entfernt wird, kann der Patient nach der Operation oft ohne Einschränkungen weiterleben", ermutigt Dr. Hermann-Josef Pielken, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im St.-Johannes-Hospital.

Mut machte auch der Bundesligatrainer Jörg Berger, der 2001, während seiner Zeit als Trainer bei Alemannia Aachen, an Darmkrebs und drei Jahre später an Leberkrebs erkrankt war und sich am Samstag in Dortmund wieder strahlend gesund präsentierte. Heike Thelen

www.lungenkrebszentrale.de

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