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Masern-Fälle: 104 Schüler zwangsbefreit

Die Gesamtschule Brünninghausen schickte gestern 104 Schüler schon vor Schulschluss nach Hause. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes schlossen die Schüler der Sekundarstufe 1 vom Unterricht aus, weil sie keinen ausreichenden Impfschutz gegen Masern nachweisen konnten.

Nachdem zwei Schüler der Schule an Masern erkrankt sind, greift das Gesundheitsamt gemeinsam mit der Schulleitung nun eisern durch. 720 Schüler mussten gestern ihre Impfausweise oder ein ärztliches Attest über eine durchgemachte Masernerkrankung vorlegen. "Wir wollen die Masern ausrotten. Zumindest in der westlichen Welt sollte das möglich sein", sagt die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr. Annette Düsterhaus (Foto).

In Brünninghausen sind deshalb Kinder, die keinen hundertprozentigen Schutz vorweisen können, z.B. weil sie erst in den letzten Tagen geimpft wurden, für acht Tage zwangsbefreit. Wer über gar keinen Impfung verfügt, muss 14 Tage zu Hause lernen.

Auch am Max-Planck-Gymnasium mussten gestern 130 Kinder zur Impfpasskontrolle antreten. Denn die ungeimpfte Schwester eines der beiden erkrankten Brünninghauser Schüler besucht die dortige Jahrgangsstufe 12. Außer dem Mädchen aus der infizierten Familie bekam am Max-Planck jedoch niemand "masern-frei", sagt Schulleiterin Ilka Engler.

Die 104 vom Unterricht befreiten Schüler hatten zum Großteil den Impfpass nicht dabei, wie Georg Bühmann vom Gesundheitsamt nach dem gestrigen Einsatz an den Schulen mitteilt. Sie bekommen heute Gelegenheit, das Dokument nachzureichen und so den Ausschluss vom Unterricht aufzuheben.

Einigen Schülern fehlte allerdings auch das entscheidende Kreuzchen im Impfbuch. Bühmann drängt darauf, das nachzuholen: "Masern sind eine hoch ansteckende und gefährliche Krankheit, die leicht zu verhindern ist", sagt er. Etwa jedes zehnte Kind müsse im Krankenhaus behandelt werden. Im vergangenen Jahr gab es in NRW zwei Todesfälle durch Masern. rie

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