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Mehr als nur Triangel

Aplerbeck "Und fester pusten!" Phillip holt noch mal ganz tief Luft und zaubert schließlich mit hochrotem Kopf seine ersten Töne aus der großen Tuba.

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Der sechsjährige Nachwuchsmusiker ist einer von 63 Erstklässlern an der Aplerbecker Grundschule, die nun in die weite Welt der Instrumente hineinschnuppern dürfen. Denn das Projekt "Jedem Kind ein Instrument", kurz "JeKi", sieht vor, dass die jüngsten Schüler zunächst alle bekannten Instrumente einmal kennen lernen, bevor sie sich im zweiten Schuljahr für eins entscheiden, das sie mit nach Hause nehmen. Gestern fand in der Grundschule die zweite JeKi-Stunde statt. Die rund 20 Kinder der Gruppe sangen und tanzten und durften dann die heiß begehrten Instrumente auspacken. "Schon mit dieser Grundausbildung werden wichtige Grundbausteine des Projektes gelegt", erklärt Julia Frede von der Musikschule, Kooperationspartner der Dortmunder Grundschulen bei JeKi. Lehrerin Andrea Bäker-Stiegler ergänzt: "Das Selbstbewusstsein der Kinder wird gestärkt und Musizieren steigert die Lernfähigkeit, weil beide Gehirnhälften angesprochen werden." Die zweite Stunde zeigt bereits: Die Kinder wissen, wann "ihr Einsatz" ist. Kaum ruft jemand dazwischen. Trotzdem herrscht keine strenge Schulstimmung. Besonders wichtig ist auch die Wahlmöglichkeit der Kinder. JeKi bietet mehr als die Klassiker Gitarre oder Klavier und mehr als die üblichen Einstiegsinstrumente wie Blockflöte oder Triangel. Auch Volker Gerland, Leiter der Musikschule, ist vom Erfolg überzeugt: "Nach wissenschaftlichen Studien ist Musizieren sogar wichtig für die Entwicklung des Sozialverhaltens - eine echte Chance für die Kinder."

Caroline Uschmann

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