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Mehrfachbewerber erschweren Planung für Hochschulen

An den Hochschulen in NRW gingen bis zum Stichtag 15. Juli Bewerbungen für das Wintersemester 2007/2008 ein, die die Kapazitäten um ein Vielfaches überschreiten. Trotzdem droht kein Engpass. Denn die Zahl der Bewerbungen sagt wenig über die der Interessenten.

Da die Universitäten und Fachhochschulen einen Großteil der Plätze selbst vergeben, bewerben sich so gut wie alle parallel an mehreren Hochschulen, um auf Nummer sicher zu gehen. Manche reichen ihre Bewerbung gleich für Dutzende von Studiengängen ein. "Die Möglichkeit der Online-Bewerbung befeuert dieses Vorgehen, weil es so einfach geworden ist", sagt Ole Lünnemann, Sprecher der Uni Dortmund.

Schwieriges Verfahren

Auch in Dortmund gingen mit 23 000 Bewerbungen deutlich mehr ein als im Vorjahr. Wie viele sich dann wirklich bis zum 12. Oktober für die rund 2000 Studienplätze der Fächer mit Numerus Clausus (NC) einschreiben, weiß jedoch niemand. Etliche schlagen am Ende ein Angebot dann doch aus, weil sie anderswo bereits den Zuschlag erhalten haben.

Das zwingt die Uni zu einem Nachrückdurchgang, bei dem wieder nicht klar ist, wie viele am Ende wirklich kommen. Das zweistufige Verfahren bleibt schwierig: Entweder drohen unbesetzte Plätze oder zu viele neue Studierende.

Überhang

Dieses Problem führte im vergangenen Wintersemester zu einem Überhang von fast 50 Prozent und viel Ärger im Studiengang Biologie. Diesmal wird die Universität mit der Vergabe der Plätze für Nachrücker sicherlich zurückhaltender umgehen; eine Garantie dafür, dass es dann "passt", gibt es jedoch nicht.

4356 Bewerbungen gingen bei der Fachhochschule ein, die 1543 Plätze zu vergeben hat. "Damit ist die Bewerberzahl im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleich geblieben", sagt Eva-Maria Reuber, stellvertretende Sprecherin der FH mit einem Angebot von weit über 30 Studienfächern. rie

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