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Mensa Süd: Nur noch geistige Nahrung

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Auf dem Campus Süd der Universität muss niemand hungern, auch wenn die dortige Mensa geschlossen ist. Denn die Architeria im Erdgeschoss mit rund 200 Plätzen bietet neben Brötchen und Snacks auch warmes Essen für Studierende, die den Weg zur Hauptmensa scheuen.

Seit den Semesterferien bleibt in der alten Mensa über der Architeria die Küche kalt. "Für die rund 300 Sitzplätze dort gab es pro Tag nur zwischen 200 und 250 Gäste", erklärt Rainer Niebur, Geschäftsführer des Studentenwerks. Und das bei einem "exorbitanten Kostenapparat" für das 1968 eröffnete Gebäude. Acht Mitarbeiter verteilt auf sechseinhalb Stellen arbeiteten in dem Gastronomiebetrieb - "wirtschaftlicher Nonsens", so Niebur.

Als dann noch die von der alten Landesregierung zugesagte Finanzspritze für die "kleinen Eigentümer-Mensen" wegbrach, war das Schicksal der "Urzelle der studentischen Versorgung", in der "Geräte mit dem Charme der End-68er" (Niebur) ihr Dasein fristeten, besiegelt. Denn die Widerherstellung würde teuer - zwischen zwei und zweieinhalb Mio. Euro, wie der Studentenwerks-Chef berechnete.

Doch die Stilllegung könnte sich sogar zum Nutzen der Süd-Studierenden entwickeln, von denen einige nicht müde werden, über mangelnde Arbeitsmöglichkeiten zu klagen. Nachdem nämlich das Studentenwerk als Eigentümer verschiedene Nutzungsmöglichkeiten für die rund 2000 qm große Fläche geprüft hatte, beschloss der Verwaltungsrat, sie als studentische Lern- und Arbeitsfläche anzubieten.

Ein großer Seminarraum, zwei Arbeitsräume mit je 50 Plätzen, eine Kaffeebar, ein Medienlagerraum und eine Teeküche sieht der Entwurf vor. Insgesamt etwa 260 Arbeitsplätze, die auch außerhalb der Architeria-Öffnungszeiten genutzt werden könnten. Ein Leckerbissen für wissenshungrige Studierende also, der wie geschaffen ist für eine Finanzierung aus den Studierendenbeiträgen in der Sparte "Verbesserung der Studienbedingungen".

Mit dem Umbau will Niebur beginnen, sobald die Universität ihm eine Mietzusage erteilt. rie

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