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Plünderungen im leerstehenden Hannibal-Haus

Mieter findet in seiner Wohnung ein Trümmerfeld vor

Dortmund Über drei Wochen steht der Hannibal jetzt leer. Rein darf nur, wer sich den Zugang juristisch erstritten hat. Marcin Sborowski wollte am Samstag erstmals wieder in seine Wohnung. Die Tür war aufgebrochen, einiges gestohlen, viel zerstört worden. Und es sind wohl mehrere Wohnungen betroffen.

Mieter findet in seiner Wohnung ein Trümmerfeld vor

Im Hannibal-Hochhaus wurde geplündert, berichtet ein Mieter. Die Polizei ermittelt. Foto: Stephan Schütze

Gute drei Wochen war Marcin Sborowski nicht mehr in der alten Wohnung im Hannibal II, den Zugang hatte er sich juristisch erstritten. Als Sborowski am Samstag in das Gebäude kam, ging er zunächst in die Tiefgarage. Einige Garagen, sagt Sborowski, seien offenkundig aufgebrochen gewesen. Da bekam er ein mulmiges Gefühl. Warum, das wusste er dann, als er vor seiner Wohnungstür in der fünften Etage stand. Auch diese Tür aufgebrochen.

Schränke und Werkzeuge gestohlen

Gestohlen worden war Werkzeug. Und merkwürdigerweise Schränke, die zuvor an der Wand gehangen hatten. Diese Schränke waren von der Wand genommen worden, ihr Inhalt ausgekippt und die dann leeren Schränke mitgenommen worden. Ansonsten sei seine alte Wohnung ein Trümmerfeld gewesen. Das, was für den oder die Täter uninteressant war, hätten sie zu großen Teilen zerstört. Aus Kommoden seien Schubladen herausgezogen und der Inhalt sei ebenfalls ausgekippt worden und auf dem, was da am Boden lag, wurde dann offenbar noch herumgetrampelt.

Wer das war, wann das war, kann im Moment niemand sagen

Wer das gewesen sein könnte, weiß Sborowski nicht. Auch, wann das geschehen sein könnte, kann er nicht sagen, denn Sborowski und seine Frau waren seit Mitte Februar nicht mehr im Hannibal II am Vogelpothsweg gewesen. Auch andere Mieter müssten es schwer gehabt haben, in das zehngeschossige Haus gekommen zu sein: Der 51-jährige Sborowski und seine Frau sind die einzigen Mieter dieses Gebäudeteils, die sich bisher einen Zugang erstritten haben.

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Der Fernfahrer, der mit Frau und Sohn aktuell in einer Behelfsunterkunft der Stadt wohnt, sagt, dass auch in andere Wohnungen in diesem Gebäudeteil eingebrochen worden sei. So habe er an mehreren Türen Einbruchspuren gesehen. Kontrollieren können ehemalige Mieter ihre Wohnungen jetzt aber nicht, dazu müssten sie sich erst einen Zugang zum Gebäude erstreiten.

Intown antwortet nicht

Firma Intown, der der Hannibal II über eine Tochterfirma gehört, haben wir am Montag schriftlich unter anderem die Fragen gestellt, wie das Unternehmen Einbrüche in Zukunft verhindern werde und wie viel Sicherheitspersonal die Firma aktuell am Hannibal einsetze. Eine Antwort auf die Fragen haben wir, wie üblich, nicht erhalten.

Ein Security-Unternehmen soll im Auftrag von Intown das Gebäude überwachen. Dass es das tut, ist eigentlich unstrittig. Nur mit dem „Wie“ kann Sborowski nicht gut leben: „Die Sicherheitsmitarbeiter schien der Einbruch in unsere Wohnung nicht zu interessieren.“

Die Familie hat dann schließlich die Polizei gerufen, erst kam ein Streifenwagen raus, dann die Spurensicherung. Täterhinweise, sagt die Pressestelle der Polizei, habe man bisher nicht.

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