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"Offensichtlich verborgen"

Glas ist kalt, hart und leblos, normalerweise zumindest. Jedoch das vielleicht schönste Stück in Heide Kempers neuer Ausstellung zeigt das gläserne Gesicht einer Frau mit jeder Pore, jeder Falte, jedem Härchen, kurz mit so vielen Details, dass man fast die Körperwärme spürt. Aber das Glas nimmt noch viele andere Formen an: Es schließt sich in filigranen Nestern um Gegenstände, ist von der Behandlung mit verschiedenen Chemikalien bunt und undurchsichtig geworden oder zeigt tanzende Menschen in massiven Skulpturen.

Luftblasen, Ecken und Einschlüsse sind normalerweise bei Glasarbeiten undenkbar. Bei den "Bildern fürs Fenster" ("Fensterbilder klingen nach Tiffany," erklärt die Künstlerin und schüttelt sich) sorgen sie jedoch für neue Reflexion und Kontraste.

"Das Spannende an Glas ist, dass ich nicht vorher sagen kann, wie es mit anderen Stoffen reagieren wird. Kein anderer Stoff kann Licht so leiten, kann Licht so einfangen," beschreibt die Dortmunder Künstlerin ihre Faszination. lis

bis 28.9., di und fr, Artothek der Stadt- und Landesbibliothek, Königswall 18

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