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Drei Männer störten Verhaftung an der Bornstraße

Opfer eines Handyraubes bekam gewaltbereite Hilfe

Dortmund Ein 31-jähriger Dortmunder war das Opfer eines Handyraubes geworden. Doch als die Polizei die mutmaßlichen Täter schließlich stellen und festnehmen wollte, trafen Freunde des Opfers ein. Sie störten den Einsatz und zeigten sich gewaltbereit.

Gleich mehrere Streifenwagenbesatzungen und zivile Polizeibeamte waren nötig, um am Donnerstagvormittag (19.4.) fünf junge Männer festzunehmen. Zwei von ihnen stehen im Verdacht, ein Handy geraubt zu haben. Die anderen drei Männer kamen dem Opfer des Raubs zur Hilfe.

Eine Verfolgungsjagd zu Fuß

Nach einem Notruf fand die Polizei zunächst an der Mallinckrodtstraße eine Menge Schaulustiger vor. Deren Hinweisen folgend, fuhren die Beamten weiter zur Kreuzung Schleswiger Straße/Bornstraße. Dort trafen sie auf einen 31-jährigen Mann, der im Gesicht verletzt war und zwei weitere, jungen Männer rennend verfolgte. Der 31-Jährige gab an, beraubt worden zu sein. Die beiden Männer, die der 31-Jährige verfolgte, sind die Tatverdächtigen.

Diese ignorierten zunächst die Aufforderungen der Polizei, stehen zu bleiben. Bis die Beamten einen der beiden einholten. Sie nahmen den 18-jährigen Dortmunder vorläufig fest. Wenig später stellte eine Zivilstreife den zweiten Tatverdächtigen, 19 Jahre alt und ebenfalls aus Dortmund, in der Heroldstraße.

In der Hosentasche des 18-Jährigen fanden die Polizeibeamten das geraubte Handy auf und stellten es sicher.

Gewaltbereite Hilfe trifft ein

Um die Festnahme sammelten sich Schaulustige. Nacheinander kamen auch drei Männer hinzu. Spätere Ermittlungen ergaben, das das Opfer des Handyraubes sie zur Unterstützung gerufen hatte.

Der 18-jährige Tatverdächtige wurde schließlich aus der Menge heraus verbal angegangen und auch Gegenstände wurden nach ihm geworfen. Die Aggresion richtete sich auch gegen die Polizeibeamten. Ein 25-jähriger Mann hatte sich mit einem Zimmermannshammer bewaffnet. Nur durch die Androhung des Einsatzes von Tränengas, könnte er davon abgehalten werden, den Hammer auch einzusetzen. Der Mann wurde vorläufig festgenommen.

Zwei weitere Unterstützer störten den Einsatz

Ein zweiter Unterstützer des Opfers, ein 32-jähriger Dortmunder, tauchte plötzlich mit seinem Auto am Einsatzort auf, parkte verkehrswidrig auf dem Gehweg und attackierte den Tatverdächtigen verbal. Den Polizeibeamten gelang es, ihn auf Abstand zu halten, zu seinem Auto zurück zu dirigieren und dort zu halten. Dort allerdings trauten sie ihren Augen nicht: im Auto befand sich ein etwa 3-jähriges Kleinkind. Angeblich die Tochter des Mannes. In ihrer Anwesenheit beruhigte sich der 32-jährige schließlich.

Ein dritter Unterstützer, 27 Jahre alt und auch aus Dortmund, kam den Weisungen der Polizei nicht nach sondern widersetzte sich verbal und körperlich. Polizeibeamte nahmen ihn in Gewahrsam.

Die Tatverdächtigen des Handyraubes wurden zum zentralen Polizeigewahrsam transportiert und der 32-jährige Vater mit seiner Tochter vor Ort entlassen. Die beiden anderen Freunde des Beraubten wurden in eine Polizeiwache gebracht, bis sie sich beruhigt hatten. Das Handy händigten die Polizeibeamten wieder an den Besitzer aus.

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